Paulus-Gemeinde
Berlin-Neukölln
aktuell - Aus dem Gemeindebrief
Brief an die Gemeinde Neukölln
Bernhard Mader Euer Pfarrer wohnt nicht in Eurem schönen
Gemeindezentrum am Kranoldplatz. Dafür habt Ihr für Euren
Pfarrer ein sehr schönes Pfarrhaus im Seidelbastweg 105,
Rudow gebaut. Von dort ist er im Pfarrbezirk Neukölln-
Fürstenwalde zur zweiten Gemeinde nach Fürstenwalde und
Umgebung gefahren. Zum Ende des Kirchenjahres wird diese
Beziehung aufgrund der Strukturmaßnahmen im Kirchenbezirk
aufgelöst werden, das ist für mich traurig.
Ab Juli 2026 wird Euer Pfarrer sich auch zur Gemeinde „Zum
Heiligen Kreuz“ in Berlin-Wilmersdorf aufmachen. Die
Gemeinde ist vakant und ich wurde mit der Vertretung
beauftragt. Ab und an werde ich sogar Gottesdienste in
Rathenow halten. Wie sich das auswirken wird, lässt sich noch
nicht absehen. Sicherlich wird insbesondere die Zeit bis zum 1.
Advent voll sein, weil erst dann die Auflösung des Pfarrbezirks
Neukölln-Fürstenwalde erfolgen wird.
Ich freue mich über die Entwicklung der Gottesdienste! Die
Reihen, die Rainer Köster ausgearbeitet hat, werden vorgestellt
und uns bekannter. Manches ist noch nicht ganz geläufig.
Näheres lese man in den Artikeln von Rainer Köster. Ich bin
überzeugt, mit der Zeit werden wir diese Vielfalt, die nun nicht
mehr zufällig geschieht, noch mehr wertschätzen!
Die Beschäftigung mit dem neuen Gesangbuch geht voran.
Einige Sonntage haben wir die neue Psalmodie genutzt. Ich
finde, wir sind gut vorbereitet. Mir gefällt, wie wir uns anhören:
Bewusst die Worte lesend, fröhlich die Worte von den Tönen
tragen lassend, innig die Worte bedenkend und betend!
Am 7., 14. und 21. Juni 2026 werden wir einen Beamer nutzen.
Auch diese Möglichkeit ist ja zu Bedenken: Wir lassen
ausgedruckte Gottesdienstblätter weg, nutzen Gesangbücher,
wo es geht, und ansonsten projizieren wir Texte und Noten an.
Aktuell wird die Projektion rechts vom Altar über das Lesepult
hinweg favorisiert. Ich bin sehr gespannt, wie wir das erleben
werden!
Seit dem 26. Mai 2026 steht ein Flügel im Kirchsaal. Er gehört
Jakobine Dress und wird für einige Jahre von der Gemeinde
genutzt werden können. Auch das wird die Gottesdienste
aufwerten. Es handelt sich, wie bei der Orgel, den Blechbläsern,
Holzflöten, Trommeln, um „echte“ Töne, die live entstehen,
gehört und „genutzt“ werden. Sie dienen unserer Andacht und
tragen unseren Gesang! Ja, auch unsere Stimmen, die beim
Singen, in der Liturgie, beim Glaubensbekenntnis und beim
Beten erklingen, sind echt! Jeder Gottesdienst ist auch ein
Erlebnis dieser Wirklichkeit, Gott sei Dank!
Mit herzlichen Grüßen und in Vorfreude auf alle Begegnungen!
Ihr und Euer Bernhard Mader
Regionalkirchentag: QR-Code
Auf der Einladung zum
Regionalkirchentag am Sonntag,
den 28. Juni 2026 ab 10:30 Uhr
gibt es einen QR-Code! Wenn
man ihn nutzt, dann kommt man
auf eine Seite im Internet, wo
mehr zu erfahren ist, z.B. auch,
dass ein Lied zur Jahreslosung
gesungen wird. Wir sind
eingeladen (mit Kindern –
Kinderprogramm) nach Bernau zu
fahren (mit dem Zug), einen festlichen Gottesdienst mit vielen
anderen zu feiern (in der Stadtkirche), die anderen Gemeinden
im Kirchenbezirk kennen zu lernen („Gallery Walk“) und alles
unter die Jahreslosung zu stellen: Siehe ich mache alles neu!
(Offb. 21,5)
Bernhard Mader
Programm Regionalkirchentag:
10:30 Uhr Eröffnungsgottesdienst mit Kindergottesdienst
12:30 Uhr Mittagstisch
14:00 Uhr Podiumsdiskussion
„Gallery Walk entlang unserer Kirchenbilder“
mit Kinderbetreuung und buntem Begleitprogramm
16:30 Uhr Reisesegen
Adresse:
Evangelische Kirchengemeinde Bernau
Kirchplatz 8 – 16321 Bernau
Treffpunkt: überzeugend
Statt sich in der Woche zu einem weiteren Termin festzulegen,
macht es Sinn, sich zu treffen, wenn man eh
zusammenkommt. So wollen wir es erstmal weiter halten:
Jeden zweiten Sonntag im Monat ist Treffpunkt. Es steht im
Gottesdienstplan, denn er folgt nach dem Gottesdienst. Wer
möchte, geht nach einer kurzen Austausch- und Grußrunde in
den Gemeindesaal. Etwa 15 Minuten nach dem Gottesdienst
beginnt der Treffpunkt und hört pünktlich nach 60 Minuten auf,
spätestens um 13:00 Uhr.
14. Juni 2026: Wie der Auferstandene begegnet (Sonja Müller
zu Joh 20)
12. Juli 2026: Eindrücke und Erfahrungen mit dem Beamer-
Test
9. August 2026: Impulse aus der Gemeindeversammlung vom
22. Februar 2026
Herzlich willkommen!
Bernhard Mader
Bibel lesen am Nachmittag
Beim Blick in den Kalender vom Gemeindebrief ist sicherlich
schon der neue Name „Bibel lesen am Nachmittag“ aufgefallen.
Alle, die am Nachmittag Zeit haben, sind dazu herzlich
eingeladen. Das Bibellesen findet einmal im Monat (meist am
3. Dienstag) im Gemeindesaal statt mit Getränken und Keksen.
Im Juni wollen wir uns die sieben „Ich bin...“ Worte von Jesus
ansehen; zu diesen Worten ist unsere Kirche mit Bildern von
Regina Piesbergen geschmückt. Ab Juli beschäftigen wir uns
mit dem Buch Esra, die Rückkehr aus der babylonischen
Gefangenschaft und wie Gott bei den dabei aufgetretenen
Problemen geholfen hat. Im August gibt es eine Ferienpause,
aber im September geht es dann weiter. Herzliche Einladung
Reinhard Borrmann
Zum Gottesdienst – Folge 3
Zum Einsteigen verweise ich auf den Artikel zum Gottesdienst
im letzten Pfarrbrief. Dort waren schon die Reihen 8 und 10
vorgestellt worden.
Ähnlich zur Reihe 8 ist auch die Reihe 9 eine freiere Form, also
Abfolge, des Gottesdienstes. Sie fußt auf einem
Gottesdienstmodell, welches von einem SELK-Ausschuss
„Neue Gottesdienstmodelle“ im Auftrag der 2. SELK-
Kirchensynode zur Vorlage und Entscheidung durch die 3.
Kirchensynode konzipiert wurde. Abläufe, Texte und Musik
dieses Modells stammen vom (damaligen – mittlerweile
verstorbenen) Wittinger SELK-Komponisten und
Kirchenmusiker Otto Kaufmann.
Vorlage ist ebenfalls die gültige Form der SELK-Messe. Die
Abläufe vermeiden funktionale Doppelungen der Vorlageagende
und fassen Vieles zusammen. Die Synode hat dieses Modell
„zum gelegentlichen Gebrauch“ freigegeben, dieser Beschluss
ist bis heute nicht verändert oder aufgehoben worden und somit
gültig. Es gibt also neben der „offiziellen“ Agende sehr wohl
auch ein weiteres Gottesdienstmodell in freierer Form, welches
durch Synodalbeschlüsse in Geltung ist und benutzt werden
kann. Kenner dieses Modells und Pfarrer und Musiker, die damit
gearbeitet haben, bescheinigen diesem Modell durchaus Tiefe
und Ernsthaftigkeit, Gottesdienstabläufe in moderner Form mit
modernen Texten und Melodien zu gestalten.
Der Vorteil dieser Form, wie auch der Reihe 8, liegt darin, dass
sie Abläufe straffen und einiges schneller und einfacher
händeln, was gerade in den vor uns liegen Zeiten –
Sommerferien mit sowohl von Besuchern als auch Musikern
„ausgedünnten“ Gottesdiensten – eigentlich eine ideale Form
ist, trotzdem vollwertige Gottesdienste zu feiern.
Somit werden in den Monaten Juni und Juli unsere
Gottesdienste mit den Reihen 8, 9 und 10 gestaltet. Die Reihe
8, die in Neukölln zum Zuge kommt, beinhaltet in erster Linie
eine modifizierte Form, also einen nochmal vereinfachteren
Ablauf, gegenüber dem Original. Texte und Musik von Otto
Kaufmann werden mehrheitlich nicht übernommen, hier werden
überhaupt keine stilistischen Vorfestlegungen getroffen, sodass
hier weitere liturgische Varianten, die bei uns ebenfalls „im
Schwange“ und bekannt sind, aber in den anderen Reihen nicht
vor- und drankommen, eingesetzt werden können. Im August
geht es dann weiter mit Reihe 3 und im September mit Reihe 4,
mehr dazu dann im nächsten Pfarrbrief.
Rainer Köster
Familiengottesdienst
Am 26. April 2026 fand der
Familiengottesdienst mit
dem Thema „Josefs Reise“
statt. Es wurde erzählt, wie
Gott aus dem Leid des
Josefs etwas Gutes gemacht
hat und Gottes Volk vor dem
Hungertod bewahrt wurde.
Am Ende sagte Josef zu
seinen Brüdern: „Ihr
gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es
gut zu machen. (1.Mose 50,20). Die Geschichte von Josef
wurde untermalt mit Bildern auf der Leinwand und es gab ein
kleines Anspiel, mit Josef, dem Bäcker und dem
Mundschenken im Gefängnis mit ihren Träumen. Begleitet
wurde all
es mit kindgerechten Liedern auf dem E-Piano und einer
Geige.
Reinhard Borrmann
Ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag im
Körnerpark
Am 25. Mai 2026
(Pfingstmontag) fand
der ökumenische
Pfingstgottesdienst im
Körnerpark statt. Die
Bänke und Stühle
waren im Kreis
aufgebaut. Gemeinsam
wurden moderne
Pfingstlieder gesungen.
Neben einer Predigt
gab es persönlichen
Austausch mit seinen Nachbarn in einer „Murmelgruppe“. Am
Ende des Gottesdienstes gab es einen Kreistanz zu einem Lied.
Nach dem Gottesdienst gab es noch ein Beisammensein beim
Kirchenkaffee.
Reinhard Borrmann
Bibelsalon am 12. Juni
Herzliche Einladung zum Bibelsalon mit dem Thema Gebet:
„Eine Frage des Vertrauens. Das Gebet der Ester“ am Freitag,
dem 12. Juni 2026 um 18:00 Uhr. Geplant sind mehrere
Gruppen. Der Bibelsalon findet im Sunpark im Haus 23 statt
(weiter hinten im Bereich „betreutes Wohnen“, Mariendorfer
Weg 22 im EG). Für einen kleinen Imbiss ist gesorgt.
Das Buch Ester ist im Alten Testament das letzte
Geschichtsbuch. In den apokryphen Büchern gibt es das Buch
„Stücke zum Buch Ester“. Die Apokryphen sind Bücher des
alten Testaments, die in griechischer Sprache verfasst wurden,
weshalb sie nur zur lateinischen Bibel (Vulgata) gehören. Luther
hat sie nicht aussortiert, sondern in einem extra Abschnitt
zusammengefasst. Mit der Bibelüberarbeitung 2017 wurden sie
in ökumenischen Arbeitsgruppen neu erforscht und übersetzt
Daher wird in der diesjährigen Bibellesewoche ein solcher Text
gewählt.
Reinhard Borrmann und Bernhard Mader
Am Sonntag, den 5. Juli 2026, beteiligt sich die Paulus-
Gemeinde mit zwei Veranstaltungen am größten freien
Kunstfestival Berlins „48 Stunden Neukölln“.
Auf dem Kranoldplatz findet an diesem Tag ein Flohmarkt statt
und wir planen ein Angebot für Besucherinngen und Besucher,
welches das Festivalthema „OUT/SIDE/IN“ aufnimmt. Das
Thema lädt dazu ein, unsere Möglichkeiten und Erfahrungen
zu zeigen. Wir können die Begegnungen, die Gott uns im
Gebet, im Gottesdienst, in der Gemeinschaft, im
Christenleben schenkt, zeigen, denn sie lassen sich als ein
Raum zwischen uns und Gott interpretieren. Genau nach
solchen Momenten und Orten fragt das Thema! Wer macht
mit? Unser Kirchraum wäre zu öffnen und mit 3-5 Stationen zu
gestalten. Bestenfalls würden wir Begebenheiten und
Botschaften aus der Bibel so anbieten, dass Besucher sich
darin vertiefen können und eben das entdecken: Es gibt
Momente und Orte, die mit einem Anderswo verbinden.
Christen erleben diese Begegnungen stärkend, heilend,
hoffnungsvoll!
Ein Treffen findet am Dienstag, den 16. Juni 2026 online ab
20:00 Uhr bei Zoom statt: Meeting-ID: 875 9431 0059,
Kenncode: 259453 – herzlich willkommen!
Im Rahmen desselben Festivalsonntags feiern wir um 16:00
Uhr in unserer Kirche unseren „Sonntagsgottesdienst“ in Form
einer Musikalischen Soirée, gestaltet vom Posaunenchor
(vormittags findet in Neukölln kein Gottesdienst statt). Diese
Soirée ist als „Musikalische Andacht am Sonntagnachmittag“
konzipiert.
Musikalisch nehmen wir das diesjährige Gedenkjahr „350.
Todestag von Paul Gerhardt“ zum Anlass, neben Bläsermusik
Choralbearbeitungen zu Paul-Gerhardt-Liedern zu musizieren
und als Gemeinde zu singen.
Ausgehend von dem relativ unbekannten Gerhardt-Lied „Herr,
der du vormals hast dein Land“ (altes Gesangbuch Nr. 185),
ein Psalmlied zu Psalm 85, wird inhaltlich der Gedanke und
parallel dann auch das Luther-Lied „Verleih uns Frieden
gnädiglich“ im Mittelpunkt stehen, zu diesen Zeiten ein sehr
wohl sehr aktuelles und drängendes und bedrängendes
Thema. Erklingen werden u.a. Kompositionen von Christian
Sprenger, Richard Roblee, Johann Sebastian Bach, Leonard
Cohen, Oliver Groenewald und Dieter Wendel. Herzliche
Einladung zum Zuhören und Mitsingen.
Bernhard Mader und Rainer Köster