Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

Berlin - Neukölln - Kranoldplatz 11

aktuell - geistliches Wort

Berliner Fernsehturm. Foto: Mader

An(ge)dacht

Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind. Kohelet (Prediger Salomo) 4,6 (L) Endlich mal gesehen und gleich ein Foto gemacht: Das oft genannte Kreuz auf dem Berliner Fernsehturm. Deutlich zu sehen, aber interpretationswürdig, wie auf der Seite „Rache des Papstes“ bei Wikipedia zu lesen ist: Vielleicht handelt es sich nämlich um ein „Plus für den Sozialismus“? Wie dem auch sei, mir dient es als Aufhänger für einen Gedanken, der mich durch den Monatsspruch für den September bewegt: Es beruhigt mich, dass ich mein Leben von Jesus Christus her bewerte. Natürlich sehe ich das, was ich „geschafft“ und „erreicht“ habe, allerdings relativiert es sich im Vergleich mit anderen in die eine oder andere Richtung. Manchmal macht es mich zufrieden, manchmal rutsche ich ins Gegenteil und werde neidisch. Dann denke ich vielleicht sogar: streng dich an, dann wird’s noch mehr! Und wenn nicht, habe ich dann verloren? Übrigens meint das Buch Prediger, aus dem der Monatsspruch gewählt wurde, mit „Haschen nach Wind“, dass alles Irdische vergänglich ist. Es gilt das Motto: „Das letzte Hemd hat keine Taschen“. Wir verdrängen das oft, glaube ich, und meinen, dies und das müssen wir noch erreichen, damit das Leben „sinnvoll“ war. Aber auch das vergeht, und es bleibt letztlich gleich, ob ich dies und das erlebt habe oder nicht. Jedenfalls ist das nicht das „Bessere“. Wenn ich vor alles ein Kreuz mache, dann wird es besser! Manches wird unwichtig, manches relativiert sich. Ich werde entspannter und gelassener. Ein bisschen wie Urlaub! Ich muss mich nicht abrackern, auch im religiösen Sinne nicht: Achte auf dein Gleichgewicht! Tu immer eine gute Tat! Dies bringt’s, das nicht! – Ja, auch im religiösen Sinne, also für uns Christen in der Beziehung mit unserem Gott, zählt nicht, was ich leiste und erreiche. Besser ist, zu erkennen, was er für mich getan hat und tut! Endlich mal wieder zurechtgerückt: Das Kreuz von Jesus, sein Sieg am Karfreitag über Sünde, Tod und Teufel trösten mich. Lieber habe ich das ein bisschen verstanden, und wenn’s nur eine Handvoll davon ist, als dass ich mich plage und abmühe mit Dingen, wo ich nicht sicher sein kann. Eben wie Urlaub: entspannen, genießen, im Hier und Jetzt voller Freude und Dank sein, weil Gott die Menschen liebt. Schöne Ferien noch und Gottes segensreiche Nähe! Ihr und Euer Pastor Bernhard Mader

Fürstenwalder Gedanken

Zwar wäre ich, wenn ich mich rühmen wollte, deshalb nicht töricht, denn ich würde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, damit niemand mehr von mir hält, als was er an mir sieht oder von mir hört. 2. Korinther 12,6 Ist doch klar. Wenn man Großes geleistet hat, Erfolg hat, die Welt ein Stück weit menschlicher gemacht hat oder auch ein wichtiges Ziel erreicht hat, warum sollte man das nicht hervorheben? Das wäre doch töricht! Und Paulus hatte allen Grund, mit seiner Leistung aufzutrumpfen. Aber das will er nicht tun. Warum? Weil er weiß, dass der Grund der Freude in unserem Leben tiefer liegt. Er erzählt deshalb nicht nur von besonderen Erfahrungen, sondern auch von einer besonderen Schwäche, einem „Pfahl im Fleisch“. Selbiger dient Gott dazu, dass sich Paulus auf Grund der Höhe der Offenbarung nicht selbst erhebe. Paulus Leiden wurde ähnlich wie bei Hiob durch einen abgefallenen Engel des Satans überbracht. Und so lernt Paulus, wie auch wir von ihm, dass alles allein auf Gottes Kraft ankommt. „...denn ohne mich könnt ihr nichts tun“ (Johannes 15,5). Das ist der eigentliche Grund stolz zu sein, auf unseren Herrn und Heiland Jesus Christus. Und so kommt es zu der seltsamen Aussage, er möchte lieber nicht seine Stärken und Leistungen aufzählen, sondern sich seiner Schwachheit rühmen. Denn darin zeigt sich erst richtig Gottes Kraft. Herr, bewahre uns davor, uns nicht vor den Menschen dieser Welt zu rühmen, sondern erneuere unser Denken und bereite uns dadurch für den Himmel vor, wo kein Platz für Ruhmsucht ist. Heilige du uns Stück für Stück. Amen. Geschwisterliche Grüße aus Fürstenwalde, Andreas Lenz
Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

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An(ge)dacht

Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind. Kohelet (Prediger Salomo) 4,6 (L) Endlich mal gesehen und gleich ein Foto gemacht: Das oft genannte Kreuz auf dem Berliner Fernsehturm. Deutlich zu sehen, aber interpretationswürdig, wie auf der Seite „Rache des Papstes“ bei Wikipedia zu lesen ist: Vielleicht handelt es sich nämlich um ein „Plus für den Sozialismus“? Wie dem auch sei, mir dient es als Aufhänger für einen Gedanken, der mich durch den Monatsspruch für den September bewegt: Es beruhigt mich, dass ich mein Leben von Jesus Christus her bewerte. Natürlich sehe ich das, was ich „geschafft“ und „erreicht“ habe, allerdings relativiert es sich im Vergleich mit anderen in die eine oder andere Richtung. Manchmal macht es mich zufrieden, manchmal rutsche ich ins Gegenteil und werde neidisch. Dann denke ich vielleicht sogar: streng dich an, dann wird’s noch mehr! Und wenn nicht, habe ich dann verloren? Übrigens meint das Buch Prediger, aus dem der Monatsspruch gewählt wurde, mit „Haschen nach Wind“, dass alles Irdische vergänglich ist. Es gilt das Motto: „Das letzte Hemd hat keine Taschen“. Wir verdrängen das oft, glaube ich, und meinen, dies und das müssen wir noch erreichen, damit das Leben „sinnvoll“ war. Aber auch das vergeht, und es bleibt letztlich gleich, ob ich dies und das erlebt habe oder nicht. Jedenfalls ist das nicht das „Bessere“. Wenn ich vor alles ein Kreuz mache, dann wird es besser! Manches wird unwichtig, manches relativiert sich. Ich werde entspannter und gelassener. Ein bisschen wie Urlaub! Ich muss mich nicht abrackern, auch im religiösen Sinne nicht: Achte auf dein Gleichgewicht! Tu immer eine gute Tat! Dies bringt’s, das nicht! – Ja, auch im religiösen Sinne, also für uns Christen in der Beziehung mit unserem Gott, zählt nicht, was ich leiste und erreiche. Besser ist, zu erkennen, was er für mich getan hat und tut! Endlich mal wieder zurechtgerückt: Das Kreuz von Jesus, sein Sieg am Karfreitag über Sünde, Tod und Teufel trösten mich. Lieber habe ich das ein bisschen verstanden, und wenn’s nur eine Handvoll davon ist, als dass ich mich plage und abmühe mit Dingen, wo ich nicht sicher sein kann. Eben wie Urlaub: entspannen, genießen, im Hier und Jetzt voller Freude und Dank sein, weil Gott die Menschen liebt. Schöne Ferien noch und Gottes segensreiche Nähe! Ihr und Euer Pastor Bernhard Mader
Berliner Fernsehturm. Foto: Mader

Fürstenwalder Gedanken

Zwar wäre ich, wenn ich mich rühmen wollte, deshalb nicht töricht, denn ich würde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, damit niemand mehr von mir hält, als was er an mir sieht oder von mir hört. 2. Korinther 12,6 Ist doch klar. Wenn man Großes geleistet hat, Erfolg hat, die Welt ein Stück weit menschlicher gemacht hat oder auch ein wichtiges Ziel erreicht hat, warum sollte man das nicht hervorheben? Das wäre doch töricht! Und Paulus hatte allen Grund, mit seiner Leistung aufzutrumpfen. Aber das will er nicht tun. Warum? Weil er weiß, dass der Grund der Freude in unserem Leben tiefer liegt. Er erzählt deshalb nicht nur von besonderen Erfahrungen, sondern auch von einer besonderen Schwäche, einem „Pfahl im Fleisch“. Selbiger dient Gott dazu, dass sich Paulus auf Grund der Höhe der Offenbarung nicht selbst erhebe. Paulus Leiden wurde ähnlich wie bei Hiob durch einen abgefallenen Engel des Satans überbracht. Und so lernt Paulus, wie auch wir von ihm, dass alles allein auf Gottes Kraft ankommt. „...denn ohne mich könnt ihr nichts tun“ (Johannes 15,5). Das ist der eigentliche Grund stolz zu sein, auf unseren Herrn und Heiland Jesus Christus. Und so kommt es zu der seltsamen Aussage, er möchte lieber nicht seine Stärken und Leistungen aufzählen, sondern sich seiner Schwachheit rühmen. Denn darin zeigt sich erst richtig Gottes Kraft. Herr, bewahre uns davor, uns nicht vor den Menschen dieser Welt zu rühmen, sondern erneuere unser Denken und bereite uns dadurch für den Himmel vor, wo kein Platz für Ruhmsucht ist. Heilige du uns Stück für Stück. Amen. Geschwisterliche Grüße aus Fürstenwalde, Andreas Lenz