Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

Berlin - Neukölln - Kranoldplatz 11

aktuell - Aus dem Gemeindebrief

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Brief an die Gemeinden

Wer das Leben genießt, spürt Lebensfreude, wird sich seiner selbst bewusst, kann fröhlich „Ich“ sagen! Ostern genießen bringt mit sich, dass wir bekennen: Ich bin dabei, ich bin erlöst – Jesus liebt mich, ist auch für mich gestorben und auferstanden. Durch ihn bin ich ein glaubender Mensch, durch ihn bin ich in einer Christengemeinde, in der lutherischen Gemeinde in Fürstenwalde oder in der lutherischen Paulus-Gemeinde am Kranoldplatz. Das ist die Gemeinde, in die Gott mich gestellt hat. Das ist „meine“ Gemeinde. Die beiden Gemeinden gehören zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Aus dem Stellenplan haben sie einen Pfarrer berufen können. Leider ändern sich die Zeiten. Die Gemeinden werden kleiner, der Pfarrberuf scheint nicht so attraktiv zu sein, jedenfalls gibt es wenig Nachwuchs, es gibt nicht genug Geld, um mehr Pfarrer anzustellen. Der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg muss deshalb umstrukturiert werden. Der Vorstand der Gemeinde in Fürstenwalde hat daher ein Gespräch mit Pfarrer Johann Hillermann von der Gemeinde in Berlin-Mitte geführt. Es scheint gut machbar, dass, bei gewissen Abstrichen, ein Pfarrbezirk mit dieser Gemeinde gestaltbar ist. Der Vorstand der Paulus- Gemeinde hat Gespräche mit der Gemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ in Berlin-Wilmersdorf und mit der Augustana-Gemeinde in Berlin-Wedding geführt. Hier ist je ein weiteres Gespräch geplant. Die Situation ist noch offen. Allerdings kommt es zur Beauftragung von Pfarrer Bernhard Mader mit der Vakanzvertretung in der Gemeinde „Zum Heiligen Kreuz“, denn (Vakanz-)Pfarrer Christoph Schultz geht zum 31. Juli 2026 in den Ruhestand. Ab 1. August 2026 kommt also der Vakanzdienst für mich dazu. Es bietet sich an, durch die Kontakte und Begegnungen, die sich dadurch ergeben, die Überlegungen zur Zusammenarbeit im Sinne eines Pfarrbezirks zu konkretisieren. Gleichzeitig ist die Augustana-Gemeinde bereits schon länger ohne Pfarrer und die Vakanzvertretung liegt bei Pfarrer Kirsten Schröter aus dem Pfarrbezirk Marzahn- Angermünde. Vielleicht wachsen da auch gemeinsame Strukturen? Auch das sollen die geplanten Begegnungen klären helfen. Die Bezirkssynode vom 17.-18. April 2026 in Potsdam wird die Berichte der Gemeinden des Kirchenbezirks hören und beraten, wie es weiter geht. Leider ist ein weiterer Rückgang der Pfarrer absehbar, sodass alle Entscheidungen nur Stationen auf einem andauernden Weg sein werden. Sicher ist allerdings, dass Gott unsere Situation sieht und begleitet und dass er kein Gemeindeglied fallen lässt! Daher lade ich herzlich zu allen Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen ein! Vergewissern Sie sich der Liebe Gottes durch Gottesdienste und Begegnungen mit Frauen und Männern, die wie Sie Kinder Gottes sind. Herzlich bitte ich auch alle Gemeindeglieder, nach Glauben und Vermögen die Gemeinde finanziell mitzutragen! Jede Gabe zählt. Wir alle sind nach Gemeindeordnung verpflichtet, zum Haushalt der Gemeinde, in die Gott einen gestellt hat, nach Vermögen und Liebe beizutragen! Ich freue mich auf alle Begegnungen und allen Austausch und wünsche gesegnete Osterzeit! Bernhard Mader

Wunschliedergottesdienst

In zwei Gottesdiensten im Mai (3. und 31. Mai) soll es Wunschliedergottesdienste geben, also Gemeindeglieder können sich Lieder, die im Gottesdienst gesungen werden sollen, wünschen. In beiden Gottesdiensten gibt es sieben Stellen, an denen Lieder dran sind. „Wunschlieder I“: Zum 3. Mai werden wir es so handhaben, dass Pastor Mader und Rainer Köster eine Liste mit Liedvorschlägen erarbeiten und im Gemeindevorraum aushängen, wo man ankreuzen kann, welche Lieder von dieser Liste man singen möchte (der Vorschlag wird also mehr als sieben Lieder beinhalten). Die sieben Lieder, die die meisten Stimmen erhalten haben, werden dann im Gottesdienst gesungen. „Wunschlieder II“: Zum 31. Mai können Lieder vorgeschlagen werden. Sie sollten aus einem gängigen Gesangbuch oder kirchlichen Liederbuch stammen, ansonsten gibt es keine Einschränkungen. Aus einsehbaren Gründen behalten sich Pastor Mader und Rainer Köster eine Einspruchsmöglichkeit vor (also einen „Sonderzug nach Pankow“ würde es wohl nicht geben). Diese Wunschaktion dauert wegen der Vorbereitung der Kirchenmusiker vom 1. Mai mit dem Gottesdienst, bis 17. Mai mit dem Gottesdienst. Aus den Vorschlägen werden sieben Lieder ausgewählt. R. K.

Einladung zum ökumenischen

Pfingstmontagsgottesdienst

Auch dieses Jahr findet am Pfingstmontag, den 25. Mai um 11 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst im Körnerpark statt. Beteiligt sind Gemeinden vieler Kirchen aus Neukölln. Es wird drei Erfahrungserzählungen geben, in denen es um Erlebnisse mit dem Heiligen Geist geht. Es gibt ein Programm für Kinder. Neben zwei eher traditionell begleiteten Liedern begleitet ein Lied die Band vom UBC (United Brethren in Christ Church) und zum Abschluss gibt es ein Bewegungslied der Kinder und einen Friedenstanz und für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Man kann auch danach noch zum Missionsfest nach Wilmersdorf fahren (Mittagessen, Vortrag und Abschluss mit Kaffee und Kuchen). R. B.

Missionsfest am Pfingstmontag

Pfingstmontag, der 25. Mai, ist ein idealer Tag, ein Missionsfest zu feiern, weil wir der Ausgießung des Heiligen Geistes Gottes gedenken, der will, dass alle Menschen durch den Glauben an ihn gerettet werden. Im Hauptgottesdienst in Wilmersdorf um 10 Uhr predigt Pfarrer Hanfato, Südafrika, gebürtig aus Äthiopien. In dem Bericht nach dem Mittagessen wird aus seiner vielfältigen Arbeit am Lutherischen Theologischen Seminar in Pretoria sowie aus seiner Gemeindearbeit in Soweto, Johannesburg, wo er ein PC-Trainings Projekt starten möchte, berichten. Die Jugendarbeitslosigkeit in Südafrika zählt mit 66,7 % zu den höchsten weltweit. Besonders in strukturschwachen Stadtteilen wie Diepkloof, Soweto sind junge Menschen von Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und sozialer Unsicherheit betroffen. Wir wollen diesen Herausforderungen begegnen. Um 12:30 Uhr ist Mittagessen geplant (um Anmeldung in ausliegender Liste wird gebeten) und danach folgt der Bericht von Pfarrer Hanfato (ca. 13 Uhr). Der Missionstag wird mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken am frühen Nachmittag abgeschlossen. Auch wer am ökumenischen Pfingstmonatsgottesdienst im Körnerpark teilgenommen hat, ist herzlich zum Mittagessen, dem Bericht des Missionars und dem Kaffeetrinken eingeladen. Edmund Hohls und R. B.

Dampferfahrt nach Potsdam

Am Samstag, dem 6. Juni ist eine Dampferfahrt (mit Einzelfahrkarten) von Wannsee (11:15 Uhr) zur Langen Brücke in Potsdam (13 Uhr) geplant mit drei Stunden Aufenthalt in Potsdam. Die Weltkulturerbefahrt geht am Schloss Pfaueninsel, Kirche Peter und Paul, Heilandskirche, Schloss Cecilienhof, Glienicker Brücke und Schloss Babelsberg vorbei. Dann Rückfahrt mit dem Dampfer (16 Uhr) nach Wannsee (17:30 Uhr). Wer länger in Potsdam bleiben will, kann auch mit der S-Bahn (ganz in der Nähe) zurückfahren. Kosten für Erwachsene 23,90 €, für Kinder unter 14 Jahre 12 €, Kinder unter 6 Jahren sind frei, benötigen aber eine Fahrkarte. Ohne Rückfahrt wird es nur 1,50 € billiger. Wir essen gemeinsam zu Mittag und erkunden die Freundschaftsinsel. Wer mehr laufen möchte, kann noch zum Lustgarten und dann den Havelweg entlang gehen. Bei schlechtem Wetter können wir zum Schloss gehen, zur Nikolaikirche und zum Potsdam Museum. Drei Museen sind in der Nähe: Filmmuseum Potsdam (Eintritt 8 €), das Museum Barberini (Eintritt 16 €) und das Potsdam Museum am Alten Markt (stadtgeschichtliche Ausstellung: Eintritt frei, Museumscafé). Museumsbesuche muss jeder selber organisieren. Eine Liste lege ich aus. Da ich die Fahrkarten bestelle, bitte ich bei Verhinderung um Absage bis 5. Juni, sonst muss die Fahrkarte trotz Nichtbenutzung bezahlt werden. Dies ist eine gute Möglichkeit sich zu begegnen. Ich freue mich schon auf die gemeinsame Fahrt mit Euch. R. B.

Zum Gottesdienst

Fortsetzung zum Artikel im letzten Gemeindebrief: Ergänzend zu der allgemeinen Einleitung sei darauf hingewiesen, dass es neben den sechs stilistisch unterschiedlichen Reihen, weitere Reihen gibt, die die äußere Form, also die Abfolge, betreffen. Um hier nicht mit zu vielen Begriffe zu verwirren, werden sie ebenfalls als „Reihe“ formuliert und behandelt. Sie sind aber ebenfalls von der in unserer Gemeinde grundlegenden Form der „Evangelischen Messe“ abgeleitet und in unserer derzeit gültigen SELK-Agende aufgeführt. Dies betrifft z. B. die Reihe 7. Es ist eine verkürzte schlichte Form. Sie bietet einen Vorschlag an, wenn aus einem bestimmten Grund Gottesdienste verkürzt werden müssen. So wie bei uns, wenn der Gottesdienst für nachfolgende Gemeindeversammlungen kürzer als normal gewohnt gefeiert werden muss. So wurden im Januar und im Februar jeweils die Gottesdienste, nach denen Gemeindeversammlungen folgten, mit dieser verkürzten Form gefeiert. Eine andere Möglichkeit der Form bietet Reihe 10. Es ist der gewohnte Gottesdienstablauf ganz neutral, also ohne Festlegung des Gerüstes auf eine wie auch immer geartete und einheitliche Stilistik. Es gibt die Möglichkeit, auch über diese Stilistik hinaus eingeführte und bekannte Gottesdienstteile zu nutzen, die so sonst nicht in die Reihen passen. Also eigentlich die Art, wie sie vor der Festlegung auf stilistisch einheitliche Reihen das Kennzeichen unserer Gottesdienste war. In diese Rubrik der Form fällt auch die Reihe 8. Es ist eine freiere Form, also Abfolge, des Gottesdienstes, für deren Gestaltung in unserer gültigen Agende „Gestaltungsvarianten“ (so der Oberbegriff in der Agende für diesen Agendenteil) als Vorschläge angeführt sind und nach denen ein Vorschlag für eine Abfolge in Neukölln erarbeitet wurde. Inhaltlich-stilistisch- musikalisch ist diese Form ebenfalls nicht festgelegt, sondern frei. Beide Reihen werden wir im April einsetzen. Im Mai dann wird in den Gottesdiensten die Reihe 2 „Taizé / Russland-Ukraine / Orthodoxie“ zur Durchführung gelangen. Sie ist eng mit der im März praktizierten ersten Reihe verwandt. Für unser Grundgerüst werden Gesänge aus diesem genannten Bereich eingesetzt und gesungen werden. Sie sind insofern alle miteinander verwandt, als sie vom eigentlichen Singen als dem Singen möglichst ohne Instrumentalbegleitung und eigentlich einfachen musikalischen Abläufen herkommen, also einem Singen, das aus sich selbst herkommt und nicht auf musikalische Begleitung angewiesen ist. Hierin sind sie dem gregorianischen Singen nahe verwandt. Allen Gesängen ist gemein, dass sie relativ frei von musikalischen Werten wie einheitliches gemeinsames Metrum, das für das Singen notwendig ist und einzuhalten ist, Tonhöhe, Takt und Rhythmik zu singen und zu gestalten sind, also eigentlich vom Reden, vom Text und seiner freien Umsetzung herkommen. Ein Singmodell, das von Instrumentalbegleitung unabhängig ist oder sich unabhängig machen sollte. weil Instrumente „hier eigentlich stören und wenig ausrichten können“. Es wird schon für uns als Gemeinde eine Herausforderung sein. R. K.

48-Stunden Neukölln: „Stationen mit Aktionen im

Erlebnisland“

Am Samstag, den 4. Juli beteiligt sich die Paulus-Gemeinde am größten freien Kunstfestival Berlins mit zwei Angeboten. Das diesjährige Thema heißt „OUT/SIDE/IN“. Ein Text, der es in sich hat, beschreibt es auf der Internetseite 48-Stunden- neukoelln.de. Das inspiriert mich zu folgender Aktion: Im Kirchsaal befindet sich für die Augen verborgen ein „Erlebnisland“! Durch Gottes Wort, das uns in biblischen Texten entgegenklingt, öffnen sich Informations-, Gefühls- und Erfahrungsräume. Durch den Glauben gelangt man in sie hinein und begegnet Gott, dem Schöpfer, Erhalter und Vollender dieser Welt. Ich suche Menschen, jung und alt, gemeindenah oder ferner, die solche Räume in der Bibel suchen und für Besucher darstellen. Es sollen im Kirchsaal 3-5 begehbare Ecken entstehen, in denen auf verschiedenste Weise am Samstag von 14 Uhr bis 16 Uhr biblische Geschichte und Glauben erlebt werden kann.Um 16 Uhr folgt das zweite Angebot der Paulus- Gemeinde, was der Posaunenchor gestaltet. Ein erstes unverbindliches Treffen für „Stationen mit Aktionen im Erlebnisland“ findet am Montag, den 13. April 2026 online ab 20 Uhr bei Zoom statt: – herzlich willkommen! Bernhard Mader

Neue Jungbläsergruppe

Eine neue Jungbläsergruppe für den Posaunenchor soll beginnen. „Jung“-Bläser bezieht sich auf das Blasen, das erst noch erlernt werden soll, nicht vordergründig auf das Alter. Eingeladen sind alle ab ca. 10 Jahre (das Gebiss sollte fertig ausgebildet sein). Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Instrumente können von der Gemeinde ausgeliehen werden. Alles Weitere wie Zeit, Ort usw. sollte gemeinsam besprochen werden. Bitte mich am besten nach den Gottesdiensten direkt ansprechen. R. K.

Familienfreizeit

Bitte merkt in Euren Planungen vor: Die Familienfreizeit der Paulus-Gemeinde findet vom 19.-24. Oktober statt, leider einen Tag weniger. Wieder sind wir im schönen Haus in Untertiefengrün angemeldet, wobei für alle Teilnehmenden die Vorteile überwiegen. Neulinge oder frühere Teilnehmer sind willkommen. „Niederschwellige Möglichkeit, die anderen in der Gemeinde kennen zu lernen“ – das soll die gemeinsame Zeit, die unterschiedlichen Angebote und die finanzielle Unterstützung aus der Gemeindekasse bringen. Die Kinder spielen selbstvergessen und die Erwachsenen chillen – wie schön! Kommt alle mit! Weitere Informationen folgen! Bernhard Mader

Drei Passionsmusiken in diesem Jahr

Auch dieses Jahr gab es schon zwei Passionsmusiken, die dritte findet nach Redaktionsschluss statt. Dank an alle Beteiligten. Gestartet wurde mit dem ökumenischen Kreuzweg der Jugend. Es gab schöne, nachdenkliche Texte und nette Dias. Dank an die Mitglieder des Jugendkreises, die das vorgetragen haben. Es folgte die Taizé-Andacht mit ruhiger Musik und Zeit der Stille. Abgeschlossen wird die Reihe mit „Die Passion im Kirchenlied“. Mitglieder des Posaunenchores begleiten die Gemeinde beim Singen alter und neuer Passionslieder, ähnlich wie das Adventsliedersingen bei den Adventsmusiken. R. B.

Interview Ehepaar Annegret und Edmund Hohls

Liebe Annegret, lieber Edmund, wir heißen Euch herzlich in der Paulus-Gemeinde willkommen! Ihr seid vielen durch Eure Berliner Zeit bekannt, erzählt Ihr uns etwas Neues über Euch? Annegret: Ja, gerne, wissen denn alle, dass ich eine Urberlinerin bin? Manche Ältere in der Gemeinde kennen vielleicht noch meine Eltern. Wir waren Glieder der Gemeinde im Wedding. Und wo hat Dich Dein Weg dann hingeführt? Annegret: Nach dem Abitur nach Oberursel. Ich wollte dort Theologie studieren, mehr nicht. Und dann war Edmund auch da, ein Semester vor mir. Mit der Perspektive Kirche in Südafrika habe ich dann ein Jahr Krankenpflege in Berlin gelernt und Briefe nach Erlangen geschrieben. Dort habe ich auch weiter Theologie studiert. Zu Edmunds Examen in Oberursel, sind wir nach Frankfurt gezogen, wieder habe ich weiter studiert, bis unser erstes Kind geboren wurde. Edmund, wie ging es für Euch weiter? Edmund: Pfr. Dr. Volker Stolle, der damalige Missionsdirektor, hat uns für die Mission angefragt. Annegret und ich haben zusammen darüber nachgedacht und uns gemeinsam dafür entschieden. Das haben wir auch nie bereut. Bis 2001 waren wir in Südafrika und sind zurückgekommen, weil mein Dienstvertrag zu Ende war. Für unsere Kinder war es auch ein guter Zeitpunkt. Vielen Dank für diese Einblicke in Euer Leben. Was bewegt Euch heutzutage? Edmund: Leider komme ich nicht zu meinem Hobby! Ich habe extra vor einigen Jahren einen T-Führerschein gemacht, in Erinnerung an meine Kindheit auf einer Südafrikanischen Farm. Er erlaubt es mir, ganz große Traktoren zu fahren, die baubedingt 60 kmh fahren. Bewegen tut mich konkret der Rechtsruck in unserer Gesellschaft und Kirche, weil ich als Missionar und Missionsdirektor glaube, dass die Liebe und Zuwendung Gottes zu allen Menschen anders aussehen könnte, also sie oft von der Kirche dargestellt wird. Annegret: Ein Satz, den unser Bischof etwa 2010 einmal zitierte: „Wenn sich nichts ändert, dann bleibt es nicht, wie es ist“. Daher ist mir wichtig, dass wir für Veränderungen offenbleiben. Da Gottes Liebe ausnahmslos allen Menschen gilt, kann ich offen auf andere Menschen zugehen. Vielen Dank, wie schön, dass Ihr uns bereichert! Nach bald zwei Jahren, die Ihr mit uns Gemeindefamilie seid, was wünscht Ihr der Paulus-Gemeinde? Beide: Dass sie offen bleibt! Wir sind gerne hier, vielen Dank zurück! (Die Fragen stellte Bernhard Mader)
Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

aktuell - Aus dem Gemeindebrief

Brief an die Gemeinden

Wer das Leben genießt, spürt Lebensfreude, wird sich seiner selbst bewusst, kann fröhlich „Ich“ sagen! Ostern genießen bringt mit sich, dass wir bekennen: Ich bin dabei, ich bin erlöst – Jesus liebt mich, ist auch für mich gestorben und auferstanden. Durch ihn bin ich ein glaubender Mensch, durch ihn bin ich in einer Christengemeinde, in der lutherischen Gemeinde in Fürstenwalde oder in der lutherischen Paulus-Gemeinde am Kranoldplatz. Das ist die Gemeinde, in die Gott mich gestellt hat. Das ist „meine“ Gemeinde. Die beiden Gemeinden gehören zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Aus dem Stellenplan haben sie einen Pfarrer berufen können. Leider ändern sich die Zeiten. Die Gemeinden werden kleiner, der Pfarrberuf scheint nicht so attraktiv zu sein, jedenfalls gibt es wenig Nachwuchs, es gibt nicht genug Geld, um mehr Pfarrer anzustellen. Der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg muss deshalb umstrukturiert werden. Der Vorstand der Gemeinde in Fürstenwalde hat daher ein Gespräch mit Pfarrer Johann Hillermann von der Gemeinde in Berlin-Mitte geführt. Es scheint gut machbar, dass, bei gewissen Abstrichen, ein Pfarrbezirk mit dieser Gemeinde gestaltbar ist. Der Vorstand der Paulus- Gemeinde hat Gespräche mit der Gemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ in Berlin-Wilmersdorf und mit der Augustana-Gemeinde in Berlin-Wedding geführt. Hier ist je ein weiteres Gespräch geplant. Die Situation ist noch offen. Allerdings kommt es zur Beauftragung von Pfarrer Bernhard Mader mit der Vakanzvertretung in der Gemeinde „Zum Heiligen Kreuz“, denn (Vakanz-)Pfarrer Christoph Schultz geht zum 31. Juli 2026 in den Ruhestand. Ab 1. August 2026 kommt also der Vakanzdienst für mich dazu. Es bietet sich an, durch die Kontakte und Begegnungen, die sich dadurch ergeben, die Überlegungen zur Zusammenarbeit im Sinne eines Pfarrbezirks zu konkretisieren. Gleichzeitig ist die Augustana-Gemeinde bereits schon länger ohne Pfarrer und die Vakanzvertretung liegt bei Pfarrer Kirsten Schröter aus dem Pfarrbezirk Marzahn- Angermünde. Vielleicht wachsen da auch gemeinsame Strukturen? Auch das sollen die geplanten Begegnungen klären helfen. Die Bezirkssynode vom 17.-18. April 2026 in Potsdam wird die Berichte der Gemeinden des Kirchenbezirks hören und beraten, wie es weiter geht. Leider ist ein weiterer Rückgang der Pfarrer absehbar, sodass alle Entscheidungen nur Stationen auf einem andauernden Weg sein werden. Sicher ist allerdings, dass Gott unsere Situation sieht und begleitet und dass er kein Gemeindeglied fallen lässt! Daher lade ich herzlich zu allen Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen ein! Vergewissern Sie sich der Liebe Gottes durch Gottesdienste und Begegnungen mit Frauen und Männern, die wie Sie Kinder Gottes sind. Herzlich bitte ich auch alle Gemeindeglieder, nach Glauben und Vermögen die Gemeinde finanziell mitzutragen! Jede Gabe zählt. Wir alle sind nach Gemeindeordnung verpflichtet, zum Haushalt der Gemeinde, in die Gott einen gestellt hat, nach Vermögen und Liebe beizutragen! Ich freue mich auf alle Begegnungen und allen Austausch und wünsche gesegnete Osterzeit! Bernhard Mader

Wunschliedergottesdienst

In zwei Gottesdiensten im Mai (3. und 31. Mai) soll es Wunschliedergottesdienste geben, also Gemeindeglieder können sich Lieder, die im Gottesdienst gesungen werden sollen, wünschen. In beiden Gottesdiensten gibt es sieben Stellen, an denen Lieder dran sind. „Wunschlieder I“: Zum 3. Mai werden wir es so handhaben, dass Pastor Mader und Rainer Köster eine Liste mit Liedvorschlägen erarbeiten und im Gemeindevorraum aushängen, wo man ankreuzen kann, welche Lieder von dieser Liste man singen möchte (der Vorschlag wird also mehr als sieben Lieder beinhalten). Die sieben Lieder, die die meisten Stimmen erhalten haben, werden dann im Gottesdienst gesungen. „Wunschlieder II“: Zum 31. Mai können Lieder vorgeschlagen werden. Sie sollten aus einem gängigen Gesangbuch oder kirchlichen Liederbuch stammen, ansonsten gibt es keine Einschränkungen. Aus einsehbaren Gründen behalten sich Pastor Mader und Rainer Köster eine Einspruchsmöglichkeit vor (also einen „Sonderzug nach Pankow“ würde es wohl nicht geben). Diese Wunschaktion dauert wegen der Vorbereitung der Kirchenmusiker vom 1. Mai mit dem Gottesdienst, bis 17. Mai mit dem Gottesdienst. Aus den Vorschlägen werden sieben Lieder ausgewählt. R. K.

Einladung zum ökumenischen

Pfingstmontagsgottesdienst

Auch dieses Jahr findet am Pfingstmontag, den 25. Mai um 11 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst im Körnerpark statt. Beteiligt sind Gemeinden vieler Kirchen aus Neukölln. Es wird drei Erfahrungserzählungen geben, in denen es um Erlebnisse mit dem Heiligen Geist geht. Es gibt ein Programm für Kinder. Neben zwei eher traditionell begleiteten Liedern begleitet ein Lied die Band vom UBC (United Brethren in Christ Church) und zum Abschluss gibt es ein Bewegungslied der Kinder und einen Friedenstanz und für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Man kann auch danach noch zum Missionsfest nach Wilmersdorf fahren (Mittagessen, Vortrag und Abschluss mit Kaffee und Kuchen). R. B.

Missionsfest am Pfingstmontag

Pfingstmontag, der 25. Mai, ist ein idealer Tag, ein Missionsfest zu feiern, weil wir der Ausgießung des Heiligen Geistes Gottes gedenken, der will, dass alle Menschen durch den Glauben an ihn gerettet werden. Im Hauptgottesdienst in Wilmersdorf um 10 Uhr predigt Pfarrer Hanfato, Südafrika, gebürtig aus Äthiopien. In dem Bericht nach dem Mittagessen wird aus seiner vielfältigen Arbeit am Lutherischen Theologischen Seminar in Pretoria sowie aus seiner Gemeindearbeit in Soweto, Johannesburg, wo er ein PC-Trainings Projekt starten möchte, berichten. Die Jugendarbeitslosigkeit in Südafrika zählt mit 66,7 % zu den höchsten weltweit. Besonders in strukturschwachen Stadtteilen wie Diepkloof, Soweto sind junge Menschen von Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und sozialer Unsicherheit betroffen. Wir wollen diesen Herausforderungen begegnen. Um 12:30 Uhr ist Mittagessen geplant (um Anmeldung in ausliegender Liste wird gebeten) und danach folgt der Bericht von Pfarrer Hanfato (ca. 13 Uhr). Der Missionstag wird mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken am frühen Nachmittag abgeschlossen. Auch wer am ökumenischen Pfingstmonatsgottesdienst im Körnerpark teilgenommen hat, ist herzlich zum Mittagessen, dem Bericht des Missionars und dem Kaffeetrinken eingeladen. Edmund Hohls und R. B.

Dampferfahrt nach Potsdam

Am Samstag, dem 6. Juni ist eine Dampferfahrt (mit Einzelfahrkarten) von Wannsee (11:15 Uhr) zur Langen Brücke in Potsdam (13 Uhr) geplant mit drei Stunden Aufenthalt in Potsdam. Die Weltkulturerbefahrt geht am Schloss Pfaueninsel, Kirche Peter und Paul, Heilandskirche, Schloss Cecilienhof, Glienicker Brücke und Schloss Babelsberg vorbei. Dann Rückfahrt mit dem Dampfer (16 Uhr) nach Wannsee (17:30 Uhr). Wer länger in Potsdam bleiben will, kann auch mit der S-Bahn (ganz in der Nähe) zurückfahren. Kosten für Erwachsene 23,90 €, für Kinder unter 14 Jahre 12 €, Kinder unter 6 Jahren sind frei, benötigen aber eine Fahrkarte. Ohne Rückfahrt wird es nur 1,50 € billiger. Wir essen gemeinsam zu Mittag und erkunden die Freundschaftsinsel. Wer mehr laufen möchte, kann noch zum Lustgarten und dann den Havelweg entlang gehen. Bei schlechtem Wetter können wir zum Schloss gehen, zur Nikolaikirche und zum Potsdam Museum. Drei Museen sind in der Nähe: Filmmuseum Potsdam (Eintritt 8 €), das Museum Barberini (Eintritt 16 €) und das Potsdam Museum am Alten Markt (stadtgeschichtliche Ausstellung: Eintritt frei, Museumscafé). Museumsbesuche muss jeder selber organisieren. Eine Liste lege ich aus. Da ich die Fahrkarten bestelle, bitte ich bei Verhinderung um Absage bis 5. Juni, sonst muss die Fahrkarte trotz Nichtbenutzung bezahlt werden. Dies ist eine gute Möglichkeit sich zu begegnen. Ich freue mich schon auf die gemeinsame Fahrt mit Euch. R. B.

Drei Passionsmusiken in diesem Jahr

Auch dieses Jahr gab es schon zwei Passionsmusiken, die dritte findet nach Redaktionsschluss statt. Dank an alle Beteiligten. Gestartet wurde mit dem ökumenischen Kreuzweg der Jugend. Es gab schöne, nachdenkliche Texte und nette Dias. Dank an die Mitglieder des Jugendkreises, die das vorgetragen haben. Es folgte die Taizé-Andacht mit ruhiger Musik und Zeit der Stille. Abgeschlossen wird die Reihe mit „Die Passion im Kirchenlied“. Mitglieder des Posaunenchores begleiten die Gemeinde beim Singen alter und neuer Passionslieder, ähnlich wie das Adventsliedersingen bei den Adventsmusiken. R. B.

Zum Gottesdienst

Fortsetzung zum Artikel im letzten Gemeindebrief: Ergänzend zu der allgemeinen Einleitung sei darauf hingewiesen, dass es neben den sechs stilistisch unterschiedlichen Reihen, weitere Reihen gibt, die die äußere Form, also die Abfolge, betreffen. Um hier nicht mit zu vielen Begriffe zu verwirren, werden sie ebenfalls als „Reihe“ formuliert und behandelt. Sie sind aber ebenfalls von der in unserer Gemeinde grundlegenden Form der „Evangelischen Messe“ abgeleitet und in unserer derzeit gültigen SELK-Agende aufgeführt. Dies betrifft z. B. die Reihe 7. Es ist eine verkürzte schlichte Form. Sie bietet einen Vorschlag an, wenn aus einem bestimmten Grund Gottesdienste verkürzt werden müssen. So wie bei uns, wenn der Gottesdienst für nachfolgende Gemeindeversammlungen kürzer als normal gewohnt gefeiert werden muss. So wurden im Januar und im Februar jeweils die Gottesdienste, nach denen Gemeindeversammlungen folgten, mit dieser verkürzten Form gefeiert. Eine andere Möglichkeit der Form bietet Reihe 10. Es ist der gewohnte Gottesdienstablauf ganz neutral, also ohne Festlegung des Gerüstes auf eine wie auch immer geartete und einheitliche Stilistik. Es gibt die Möglichkeit, auch über diese Stilistik hinaus eingeführte und bekannte Gottesdienstteile zu nutzen, die so sonst nicht in die Reihen passen. Also eigentlich die Art, wie sie vor der Festlegung auf stilistisch einheitliche Reihen das Kennzeichen unserer Gottesdienste war. In diese Rubrik der Form fällt auch die Reihe 8. Es ist eine freiere Form, also Abfolge, des Gottesdienstes, für deren Gestaltung in unserer gültigen Agende „Gestaltungsvarianten“ (so der Oberbegriff in der Agende für diesen Agendenteil) als Vorschläge angeführt sind und nach denen ein Vorschlag für eine Abfolge in Neukölln erarbeitet wurde. Inhaltlich-stilistisch-musikalisch ist diese Form ebenfalls nicht festgelegt, sondern frei. Beide Reihen werden wir im April einsetzen. Im Mai dann wird in den Gottesdiensten die Reihe 2 „Taizé / Russland-Ukraine / Orthodoxie“ zur Durchführung gelangen. Sie ist eng mit der im März praktizierten ersten Reihe verwandt. Für unser Grundgerüst werden Gesänge aus diesem genannten Bereich eingesetzt und gesungen werden. Sie sind insofern alle miteinander verwandt, als sie vom eigentlichen Singen als dem Singen möglichst ohne Instrumentalbegleitung und eigentlich einfachen musikalischen Abläufen herkommen, also einem Singen, das aus sich selbst herkommt und nicht auf musikalische Begleitung angewiesen ist. Hierin sind sie dem gregorianischen Singen nahe verwandt. Allen Gesängen ist gemein, dass sie relativ frei von musikalischen Werten wie einheitliches gemeinsames Metrum, das für das Singen notwendig ist und einzuhalten ist, Tonhöhe, Takt und Rhythmik zu singen und zu gestalten sind, also eigentlich vom Reden, vom Text und seiner freien Umsetzung herkommen. Ein Singmodell, das von Instrumentalbegleitung unabhängig ist oder sich unabhängig machen sollte. weil Instrumente „hier eigentlich stören und wenig ausrichten können“. Es wird schon für uns als Gemeinde eine Herausforderung sein. R. K.

48-Stunden Neukölln: „Stationen mit Aktionen

im Erlebnisland“

Am Samstag, den 4. Juli beteiligt sich die Paulus- Gemeinde am größten freien Kunstfestival Berlins mit zwei Angeboten. Das diesjährige Thema heißt „OUT/SIDE/IN“. Ein Text, der es in sich hat, beschreibt es auf der Internetseite 48-Stunden-neukoelln.de. Das inspiriert mich zu folgender Aktion: Im Kirchsaal befindet sich für die Augen verborgen ein „Erlebnisland“! Durch Gottes Wort, das uns in biblischen Texten entgegenklingt, öffnen sich Informations-, Gefühls- und Erfahrungsräume. Durch den Glauben gelangt man in sie hinein und begegnet Gott, dem Schöpfer, Erhalter und Vollender dieser Welt. Ich suche Menschen, jung und alt, gemeindenah oder ferner, die solche Räume in der Bibel suchen und für Besucher darstellen. Es sollen im Kirchsaal 3-5 begehbare Ecken entstehen, in denen auf verschiedenste Weise am Samstag von 14 Uhr bis 16 Uhr biblische Geschichte und Glauben erlebt werden kann.Um 16 Uhr folgt das zweite Angebot der Paulus-Gemeinde, was der Posaunenchor gestaltet. Ein erstes unverbindliches Treffen für „Stationen mit Aktionen im Erlebnisland“ findet am Montag, den 13. April 2026 online ab 20 Uhr bei Zoom statt: – herzlich willkommen! Bernhard Mader

Neue Jungbläsergruppe

Eine neue Jungbläsergruppe für den Posaunenchor soll beginnen. „Jung“-Bläser bezieht sich auf das Blasen, das erst noch erlernt werden soll, nicht vordergründig auf das Alter. Eingeladen sind alle ab ca. 10 Jahre (das Gebiss sollte fertig ausgebildet sein). Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Instrumente können von der Gemeinde ausgeliehen werden. Alles Weitere wie Zeit, Ort usw. sollte gemeinsam besprochen werden. Bitte mich am besten nach den Gottesdiensten direkt ansprechen. R. K.

Familienfreizeit

Bitte merkt in Euren Planungen vor: Die Familienfreizeit der Paulus-Gemeinde findet vom 19.-24. Oktober statt, leider einen Tag weniger. Wieder sind wir im schönen Haus in Untertiefengrün angemeldet, wobei für alle Teilnehmenden die Vorteile überwiegen. Neulinge oder frühere Teilnehmer sind willkommen. „Niederschwellige Möglichkeit, die anderen in der Gemeinde kennen zu lernen“ – das soll die gemeinsame Zeit, die unterschiedlichen Angebote und die finanzielle Unterstützung aus der Gemeindekasse bringen. Die Kinder spielen selbstvergessen und die Erwachsenen chillen – wie schön! Kommt alle mit! Weitere Informationen folgen! Bernhard Mader

Interview Ehepaar Annegret und Edmund Hohls

Liebe Annegret, lieber Edmund, wir heißen Euch herzlich in der Paulus-Gemeinde willkommen! Ihr seid vielen durch Eure Berliner Zeit bekannt, erzählt Ihr uns etwas Neues über Euch? Annegret: Ja, gerne, wissen denn alle, dass ich eine Urberlinerin bin? Manche Ältere in der Gemeinde kennen vielleicht noch meine Eltern. Wir waren Glieder der Gemeinde im Wedding. Und wo hat Dich Dein Weg dann hingeführt? Annegret: Nach dem Abitur nach Oberursel. Ich wollte dort Theologie studieren, mehr nicht. Und dann war Edmund auch da, ein Semester vor mir. Mit der Perspektive Kirche in Südafrika habe ich dann ein Jahr Krankenpflege in Berlin gelernt und Briefe nach Erlangen geschrieben. Dort habe ich auch weiter Theologie studiert. Zu Edmunds Examen in Oberursel, sind wir nach Frankfurt gezogen, wieder habe ich weiter studiert, bis unser erstes Kind geboren wurde. Edmund, wie ging es für Euch weiter? Edmund: Pfr. Dr. Volker Stolle, der damalige Missionsdirektor, hat uns für die Mission angefragt. Annegret und ich haben zusammen darüber nachgedacht und uns gemeinsam dafür entschieden. Das haben wir auch nie bereut. Bis 2001 waren wir in Südafrika und sind zurückgekommen, weil mein Dienstvertrag zu Ende war. Für unsere Kinder war es auch ein guter Zeitpunkt. Vielen Dank für diese Einblicke in Euer Leben. Was bewegt Euch heutzutage? Edmund: Leider komme ich nicht zu meinem Hobby! Ich habe extra vor einigen Jahren einen T-Führerschein gemacht, in Erinnerung an meine Kindheit auf einer Südafrikanischen Farm. Er erlaubt es mir, ganz große Traktoren zu fahren, die baubedingt 60 kmh fahren. Bewegen tut mich konkret der Rechtsruck in unserer Gesellschaft und Kirche, weil ich als Missionar und Missionsdirektor glaube, dass die Liebe und Zuwendung Gottes zu allen Menschen anders aussehen könnte, also sie oft von der Kirche dargestellt wird. Annegret: Ein Satz, den unser Bischof etwa 2010 einmal zitierte: „Wenn sich nichts ändert, dann bleibt es nicht, wie es ist“. Daher ist mir wichtig, dass wir für Veränderungen offenbleiben. Da Gottes Liebe ausnahmslos allen Menschen gilt, kann ich offen auf andere Menschen zugehen. Vielen Dank, wie schön, dass Ihr uns bereichert! Nach bald zwei Jahren, die Ihr mit uns Gemeindefamilie seid, was wünscht Ihr der Paulus-Gemeinde? Beide: Dass sie offen bleibt! Wir sind gerne hier, vielen Dank zurück! (Die Fragen stellte Bernhard Mader)