Paulus-Gemeinde
Berlin-Neukölln
aktuell - Aus dem Gemeindebrief
Brief an die Gemeinden
Wer das Leben genießt, spürt Lebensfreude, wird sich seiner
selbst bewusst, kann fröhlich „Ich“ sagen! Ostern genießen
bringt mit sich, dass wir bekennen: Ich bin dabei, ich bin erlöst –
Jesus liebt mich, ist auch für mich gestorben und auferstanden.
Durch ihn bin ich ein glaubender Mensch, durch ihn bin ich in
einer Christengemeinde, in der lutherischen Gemeinde in
Fürstenwalde oder in der lutherischen Paulus-Gemeinde am
Kranoldplatz. Das ist die Gemeinde, in die Gott mich gestellt
hat. Das ist „meine“ Gemeinde.
Die beiden Gemeinden gehören zur Selbständigen
Evangelisch-Lutherischen Kirche. Aus dem Stellenplan haben
sie einen Pfarrer berufen können. Leider ändern sich die Zeiten.
Die Gemeinden werden kleiner, der Pfarrberuf scheint nicht so
attraktiv zu sein, jedenfalls gibt es wenig Nachwuchs, es gibt
nicht genug Geld, um mehr Pfarrer anzustellen.
Der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg muss deshalb
umstrukturiert werden. Der Vorstand der Gemeinde in
Fürstenwalde hat daher ein Gespräch mit Pfarrer Johann
Hillermann von der Gemeinde in Berlin-Mitte geführt. Es scheint
gut machbar, dass, bei gewissen Abstrichen, ein Pfarrbezirk mit
dieser Gemeinde gestaltbar ist. Der Vorstand der Paulus-
Gemeinde hat Gespräche mit der Gemeinde „Zum Heiligen
Kreuz“ in Berlin-Wilmersdorf und mit der Augustana-Gemeinde
in Berlin-Wedding geführt. Hier ist je ein weiteres Gespräch
geplant. Die Situation ist noch offen.
Allerdings kommt es zur Beauftragung von Pfarrer Bernhard
Mader mit der Vakanzvertretung in der Gemeinde „Zum Heiligen
Kreuz“, denn (Vakanz-)Pfarrer Christoph Schultz geht zum 31.
Juli 2026 in den Ruhestand. Ab 1. August 2026 kommt also der
Vakanzdienst für mich dazu. Es bietet sich an, durch die
Kontakte und Begegnungen, die sich dadurch ergeben, die
Überlegungen zur Zusammenarbeit im Sinne eines Pfarrbezirks
zu konkretisieren. Gleichzeitig ist die Augustana-Gemeinde
bereits schon länger ohne Pfarrer und die Vakanzvertretung
liegt bei Pfarrer Kirsten Schröter aus dem Pfarrbezirk Marzahn-
Angermünde. Vielleicht wachsen da auch gemeinsame
Strukturen? Auch das sollen die geplanten Begegnungen klären
helfen.
Die Bezirkssynode vom 17.-18. April 2026 in Potsdam wird die
Berichte der Gemeinden des Kirchenbezirks hören und beraten,
wie es weiter geht. Leider ist ein weiterer Rückgang der Pfarrer
absehbar, sodass alle Entscheidungen nur Stationen auf einem
andauernden Weg sein werden. Sicher ist allerdings, dass Gott
unsere Situation sieht und begleitet und dass er kein
Gemeindeglied fallen lässt!
Daher lade ich herzlich zu allen Gottesdiensten und anderen
Veranstaltungen ein! Vergewissern Sie sich der Liebe Gottes
durch Gottesdienste und Begegnungen mit Frauen und
Männern, die wie Sie Kinder Gottes sind.
Herzlich bitte ich auch alle Gemeindeglieder, nach Glauben und
Vermögen die Gemeinde finanziell mitzutragen! Jede Gabe
zählt. Wir alle sind nach Gemeindeordnung verpflichtet, zum
Haushalt der Gemeinde, in die Gott einen gestellt hat, nach
Vermögen und Liebe beizutragen!
Ich freue mich auf alle Begegnungen und allen Austausch und
wünsche gesegnete Osterzeit!
Bernhard Mader
Wunschliedergottesdienst
In zwei Gottesdiensten im Mai (3. und 31. Mai) soll es
Wunschliedergottesdienste geben, also Gemeindeglieder
können sich Lieder, die im Gottesdienst gesungen werden
sollen, wünschen.
In beiden Gottesdiensten gibt es sieben Stellen, an denen
Lieder dran sind.
„Wunschlieder I“: Zum 3. Mai werden wir es so handhaben,
dass Pastor Mader und Rainer Köster eine Liste mit
Liedvorschlägen erarbeiten und im Gemeindevorraum
aushängen, wo man ankreuzen kann, welche Lieder von
dieser Liste man singen möchte (der Vorschlag wird also mehr
als sieben Lieder beinhalten). Die sieben Lieder, die die
meisten Stimmen erhalten haben, werden dann im
Gottesdienst gesungen.
„Wunschlieder II“: Zum 31. Mai können Lieder vorgeschlagen
werden. Sie sollten aus einem gängigen Gesangbuch oder
kirchlichen Liederbuch stammen, ansonsten gibt es keine
Einschränkungen. Aus einsehbaren Gründen behalten sich
Pastor Mader und Rainer Köster eine Einspruchsmöglichkeit
vor (also einen „Sonderzug nach Pankow“ würde es wohl nicht
geben). Diese Wunschaktion dauert wegen der Vorbereitung
der Kirchenmusiker vom 1. Mai mit dem Gottesdienst, bis 17.
Mai mit dem Gottesdienst. Aus den Vorschlägen werden
sieben Lieder ausgewählt.
R. K.
Einladung zum ökumenischen
Pfingstmontagsgottesdienst
Auch dieses Jahr findet am Pfingstmontag, den 25. Mai um 11
Uhr ein ökumenischer Gottesdienst im Körnerpark statt.
Beteiligt sind Gemeinden vieler Kirchen aus Neukölln. Es wird
drei Erfahrungserzählungen geben, in denen es um Erlebnisse
mit dem Heiligen Geist geht. Es gibt ein Programm für Kinder.
Neben zwei eher traditionell begleiteten Liedern begleitet ein
Lied die Band vom UBC (United Brethren in Christ Church)
und zum Abschluss gibt es ein Bewegungslied der Kinder und
einen Friedenstanz und für das leibliche Wohl ist auch
gesorgt.
Man kann auch danach noch zum Missionsfest nach
Wilmersdorf fahren (Mittagessen, Vortrag und Abschluss mit
Kaffee und Kuchen).
R. B.
Missionsfest am Pfingstmontag
Pfingstmontag, der 25. Mai, ist ein idealer Tag, ein
Missionsfest zu feiern, weil wir der Ausgießung des Heiligen
Geistes Gottes gedenken, der will, dass alle Menschen durch
den Glauben an ihn gerettet werden.
Im Hauptgottesdienst in Wilmersdorf um 10 Uhr predigt
Pfarrer Hanfato, Südafrika, gebürtig aus Äthiopien. In dem
Bericht nach dem Mittagessen wird aus seiner vielfältigen
Arbeit am Lutherischen Theologischen Seminar in Pretoria
sowie aus seiner Gemeindearbeit in Soweto, Johannesburg,
wo er ein PC-Trainings Projekt starten möchte, berichten. Die
Jugendarbeitslosigkeit in Südafrika zählt mit 66,7 % zu den
höchsten weltweit. Besonders in strukturschwachen
Stadtteilen wie Diepkloof, Soweto sind junge Menschen von
Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und sozialer Unsicherheit
betroffen. Wir wollen diesen Herausforderungen begegnen.
Um 12:30 Uhr ist Mittagessen geplant (um Anmeldung in
ausliegender Liste wird gebeten) und danach folgt der
Bericht von Pfarrer Hanfato (ca. 13 Uhr). Der Missionstag
wird mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken am frühen
Nachmittag abgeschlossen.
Auch wer am ökumenischen Pfingstmonatsgottesdienst im
Körnerpark teilgenommen hat, ist herzlich zum Mittagessen,
dem Bericht des Missionars und dem Kaffeetrinken
eingeladen.
Edmund Hohls und R. B.
Dampferfahrt nach Potsdam
Am Samstag, dem 6. Juni ist eine Dampferfahrt (mit
Einzelfahrkarten) von Wannsee (11:15 Uhr) zur Langen
Brücke in Potsdam (13 Uhr) geplant mit drei Stunden
Aufenthalt in Potsdam. Die Weltkulturerbefahrt geht am
Schloss Pfaueninsel, Kirche Peter und Paul, Heilandskirche,
Schloss Cecilienhof, Glienicker Brücke und Schloss
Babelsberg vorbei. Dann Rückfahrt mit dem Dampfer (16
Uhr) nach Wannsee (17:30 Uhr). Wer länger in Potsdam
bleiben will, kann auch mit der S-Bahn (ganz in der Nähe)
zurückfahren. Kosten für Erwachsene 23,90 €, für Kinder
unter 14 Jahre 12 €, Kinder unter 6 Jahren sind frei,
benötigen aber eine Fahrkarte. Ohne Rückfahrt wird es nur
1,50 € billiger.
Wir essen gemeinsam zu Mittag und erkunden die
Freundschaftsinsel. Wer mehr laufen möchte, kann noch
zum Lustgarten und dann den Havelweg entlang gehen.
Bei schlechtem Wetter können wir zum Schloss gehen, zur
Nikolaikirche und zum Potsdam Museum. Drei Museen sind
in der Nähe: Filmmuseum Potsdam (Eintritt 8 €), das
Museum Barberini (Eintritt 16 €) und das Potsdam Museum
am Alten Markt (stadtgeschichtliche Ausstellung: Eintritt frei,
Museumscafé). Museumsbesuche muss jeder selber
organisieren.
Eine Liste lege ich aus. Da ich die Fahrkarten bestelle, bitte
ich bei Verhinderung um Absage bis 5. Juni, sonst muss die
Fahrkarte trotz Nichtbenutzung bezahlt werden.
Dies ist eine gute Möglichkeit sich zu begegnen. Ich freue
mich schon auf die gemeinsame Fahrt mit Euch.
R. B.
Drei Passionsmusiken in diesem Jahr
Auch dieses Jahr gab es schon zwei Passionsmusiken, die
dritte findet nach Redaktionsschluss statt. Dank an alle
Beteiligten. Gestartet wurde mit dem ökumenischen
Kreuzweg der Jugend. Es gab schöne, nachdenkliche
Texte und nette Dias. Dank an die Mitglieder des
Jugendkreises, die das vorgetragen haben.
Es folgte die Taizé-Andacht mit ruhiger Musik und Zeit der
Stille. Abgeschlossen wird die Reihe mit „Die Passion im
Kirchenlied“. Mitglieder des Posaunenchores begleiten die
Gemeinde beim Singen alter und neuer Passionslieder,
ähnlich wie das Adventsliedersingen bei den
Adventsmusiken.
R. B.
Zum Gottesdienst
Fortsetzung zum Artikel im letzten Gemeindebrief:
Ergänzend zu der allgemeinen Einleitung sei darauf
hingewiesen, dass es neben den sechs stilistisch
unterschiedlichen Reihen, weitere Reihen gibt, die die
äußere Form, also die Abfolge, betreffen. Um hier nicht
mit zu vielen Begriffe zu verwirren, werden sie ebenfalls
als „Reihe“ formuliert und behandelt. Sie sind aber
ebenfalls von der in unserer Gemeinde grundlegenden
Form der „Evangelischen Messe“ abgeleitet und in
unserer derzeit gültigen SELK-Agende aufgeführt. Dies
betrifft z. B. die Reihe 7. Es ist eine verkürzte schlichte
Form. Sie bietet einen Vorschlag an, wenn aus einem
bestimmten Grund Gottesdienste verkürzt werden
müssen. So wie bei uns, wenn der Gottesdienst für
nachfolgende Gemeindeversammlungen kürzer als
normal gewohnt gefeiert werden muss. So wurden im
Januar und im Februar jeweils die Gottesdienste, nach
denen Gemeindeversammlungen folgten, mit dieser
verkürzten Form gefeiert.
Eine andere Möglichkeit der Form bietet Reihe 10. Es ist
der gewohnte Gottesdienstablauf ganz neutral, also ohne
Festlegung des Gerüstes auf eine wie auch immer
geartete und einheitliche Stilistik. Es gibt die Möglichkeit,
auch über diese Stilistik hinaus eingeführte und bekannte
Gottesdienstteile zu nutzen, die so sonst nicht in die
Reihen passen. Also eigentlich die Art, wie sie vor der
Festlegung auf stilistisch einheitliche Reihen das
Kennzeichen unserer Gottesdienste war.
In diese Rubrik der Form fällt auch die Reihe 8. Es ist
eine freiere Form, also Abfolge, des Gottesdienstes, für
deren Gestaltung in unserer gültigen Agende
„Gestaltungsvarianten“ (so der Oberbegriff in der Agende
für diesen Agendenteil) als Vorschläge angeführt sind und
nach denen ein Vorschlag für eine Abfolge in Neukölln
erarbeitet wurde. Inhaltlich-stilistisch-musikalisch ist diese
Form ebenfalls nicht festgelegt, sondern frei. Beide
Reihen werden wir im April einsetzen.
Im Mai dann wird in den Gottesdiensten die Reihe 2
„Taizé / Russland-Ukraine / Orthodoxie“ zur Durchführung
gelangen. Sie ist eng mit der im März praktizierten ersten
Reihe verwandt. Für unser Grundgerüst werden Gesänge
aus diesem genannten Bereich eingesetzt und gesungen
werden. Sie sind insofern alle miteinander verwandt, als
sie vom eigentlichen Singen als dem Singen möglichst
ohne Instrumentalbegleitung und eigentlich einfachen
musikalischen Abläufen herkommen, also einem Singen,
das aus sich selbst herkommt und nicht auf musikalische
Begleitung angewiesen ist. Hierin sind sie dem
gregorianischen Singen nahe verwandt. Allen Gesängen
ist gemein, dass sie relativ frei von musikalischen Werten
wie einheitliches gemeinsames Metrum, das für das
Singen notwendig ist und einzuhalten ist, Tonhöhe, Takt
und Rhythmik zu singen und zu gestalten sind, also
eigentlich vom Reden, vom Text und seiner freien
Umsetzung herkommen. Ein Singmodell, das von
Instrumentalbegleitung unabhängig ist oder sich
unabhängig machen sollte. weil Instrumente „hier
eigentlich stören und wenig ausrichten können“. Es wird
schon für uns als Gemeinde eine Herausforderung sein.
R. K.
48-Stunden Neukölln: „Stationen mit Aktionen
im Erlebnisland“
Am Samstag, den 4. Juli beteiligt sich die Paulus-
Gemeinde am größten freien Kunstfestival Berlins mit
zwei Angeboten. Das diesjährige Thema heißt
„OUT/SIDE/IN“. Ein Text, der es in sich hat, beschreibt es
auf der Internetseite 48-Stunden-neukoelln.de. Das
inspiriert mich zu folgender Aktion: Im Kirchsaal befindet
sich für die Augen verborgen ein „Erlebnisland“! Durch
Gottes Wort, das uns in biblischen Texten entgegenklingt,
öffnen sich Informations-, Gefühls- und Erfahrungsräume.
Durch den Glauben gelangt man in sie hinein und
begegnet Gott, dem Schöpfer, Erhalter und Vollender
dieser Welt.
Ich suche Menschen, jung und alt, gemeindenah oder
ferner, die solche Räume in der Bibel suchen und für
Besucher darstellen. Es sollen im Kirchsaal 3-5
begehbare Ecken entstehen, in denen auf verschiedenste
Weise am Samstag von 14 Uhr bis 16 Uhr biblische
Geschichte und Glauben erlebt werden kann.Um 16 Uhr
folgt das zweite Angebot der Paulus-Gemeinde, was der
Posaunenchor gestaltet.
Ein erstes unverbindliches Treffen für „Stationen mit
Aktionen im Erlebnisland“ findet am Montag, den 13. April
2026 online ab 20 Uhr bei Zoom statt: – herzlich
willkommen!
Bernhard Mader
Neue Jungbläsergruppe
Eine neue Jungbläsergruppe für den Posaunenchor soll
beginnen. „Jung“-Bläser bezieht sich auf das Blasen, das
erst noch erlernt werden soll, nicht vordergründig auf das
Alter. Eingeladen sind alle ab ca. 10 Jahre (das Gebiss
sollte fertig ausgebildet sein). Vorkenntnisse sind nicht
erforderlich, Instrumente können von der Gemeinde
ausgeliehen werden. Alles Weitere wie Zeit, Ort usw.
sollte gemeinsam besprochen werden.
Bitte mich am besten nach den Gottesdiensten direkt
ansprechen.
R. K.
Familienfreizeit
Bitte merkt in Euren Planungen vor: Die Familienfreizeit
der Paulus-Gemeinde findet vom 19.-24. Oktober statt,
leider einen Tag weniger. Wieder sind wir im schönen
Haus in Untertiefengrün angemeldet, wobei für alle
Teilnehmenden die Vorteile überwiegen. Neulinge oder
frühere Teilnehmer sind willkommen. „Niederschwellige
Möglichkeit, die anderen in der Gemeinde kennen zu
lernen“ – das soll die gemeinsame Zeit, die
unterschiedlichen Angebote und die finanzielle
Unterstützung aus der Gemeindekasse bringen. Die
Kinder spielen selbstvergessen und die Erwachsenen
chillen – wie schön! Kommt alle mit! Weitere
Informationen folgen!
Bernhard Mader
Interview Ehepaar Annegret und Edmund Hohls
Liebe Annegret, lieber Edmund, wir heißen Euch herzlich in
der Paulus-Gemeinde willkommen! Ihr seid vielen durch Eure
Berliner Zeit bekannt, erzählt Ihr uns etwas Neues über Euch?
Annegret: Ja, gerne, wissen denn alle, dass ich eine
Urberlinerin bin? Manche Ältere in der Gemeinde kennen
vielleicht noch meine Eltern. Wir waren Glieder der Gemeinde
im Wedding.
Und wo hat Dich Dein Weg dann hingeführt?
Annegret: Nach dem Abitur nach Oberursel. Ich wollte dort
Theologie studieren, mehr nicht. Und dann war Edmund auch
da, ein Semester vor mir. Mit der Perspektive Kirche in
Südafrika habe ich dann ein Jahr Krankenpflege in Berlin
gelernt und Briefe nach Erlangen geschrieben. Dort habe ich
auch weiter Theologie studiert. Zu Edmunds Examen in
Oberursel, sind wir nach Frankfurt gezogen, wieder habe ich
weiter studiert, bis unser erstes Kind geboren wurde.
Edmund, wie ging es für Euch weiter?
Edmund: Pfr. Dr. Volker Stolle, der damalige Missionsdirektor,
hat uns für die Mission angefragt. Annegret und ich haben
zusammen darüber nachgedacht und uns gemeinsam dafür
entschieden. Das haben wir auch nie bereut. Bis 2001 waren
wir in Südafrika und sind zurückgekommen, weil mein
Dienstvertrag zu Ende war. Für unsere Kinder war es auch ein
guter Zeitpunkt.
Vielen Dank für diese Einblicke in Euer Leben. Was bewegt
Euch heutzutage?
Edmund: Leider komme ich nicht zu meinem Hobby! Ich habe
extra vor einigen Jahren einen T-Führerschein gemacht, in
Erinnerung an meine Kindheit auf einer Südafrikanischen
Farm. Er erlaubt es mir, ganz große Traktoren zu fahren, die
baubedingt 60 kmh fahren. Bewegen tut mich konkret der
Rechtsruck in unserer Gesellschaft und Kirche, weil ich als
Missionar und Missionsdirektor glaube, dass die Liebe und
Zuwendung Gottes zu allen Menschen anders aussehen
könnte, also sie oft von der Kirche dargestellt wird.
Annegret: Ein Satz, den unser Bischof etwa 2010 einmal
zitierte: „Wenn sich nichts ändert, dann bleibt es nicht, wie es
ist“. Daher ist mir wichtig, dass wir für Veränderungen
offenbleiben. Da Gottes Liebe ausnahmslos allen Menschen
gilt, kann ich offen auf andere Menschen zugehen.
Vielen Dank, wie schön, dass Ihr uns bereichert! Nach bald
zwei Jahren, die Ihr mit uns Gemeindefamilie seid, was
wünscht Ihr der Paulus-Gemeinde?
Beide: Dass sie offen bleibt! Wir sind gerne hier, vielen Dank
zurück!
(Die Fragen stellte Bernhard Mader)