Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

Berlin - Neukölln - Kranoldplatz 11

aktuell  - geistliches Wort

Liebe Glieder und Freunde unserer Paulus-Gemeinde, ich suche die Ostereier immer an der falschen Stelle. Eier, auf Augenhöhe versteckt, sind für mich nahezu unsichtbar. Ich versuche mich beim Suchen in den Ostereierverstecker hineinzuversetzen: Wenn ich Ostereier verstecke, bin ich immer möglichst fies. Farbliche Tarnung. Schwer einsehbare Ecken.   Das prägt natürlich meine Erwartungen, wenn ich selbst suchen muss. Das Ergebnis ist, dass ich die meisten Ostereier verpasse, weil in einer Familie mit Kindern natürlich niemand die Ostereier so hinterhältig versteckt, wie ich sie meine suchen zu müssen.   Am Ostermorgen suchen Frauen nach Jesus in seinem Grab, aber können ihn dort natürlich nicht finden. Zwei Engel erscheinen ihnen und fragen: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ Es ist ja im Prinzip alles eine Frage der Erwartung. Hätten sie damit gerechnet, dass Jesus am dritten Tag nach seiner Kreuzigung wieder lebt, wie er es angekündigt hatte,
wären sie wohl nicht auf den Friedhof gegangen. Aber vor lauter Normalität, die der Tod in dieser Welt hat, haben sie das wohl wieder vergessen, oder für unwahrscheinlich gehalten.   Mit Ostern ist die Sache mit dem Tod eine ganz andere geworden. Er ist nicht mehr die letzte ewig gültige Regel. Wir singen „O Tod wo ist dein Stachel nun…“. Jesus hat den Tod selbst durchlebt, damit alle, die zu ihm gehören, ewig Leben haben.   Wenn ich beim Ostereiersuchen betriebsblind werde und vor lauter Verzweiflung nicht einmal mehr die einfachsten Eier entdecke, dann ist es gut, wenn einer kommt und sagt: du suchst an der falschen Stelle. Die Eier sind so versteckt, dass sie auch von kleinen Kindern gefunden werden können. Jesus ist dort, wo einer hingehört, dem der Tod kein Haar mehr krümmen kann: Bei den Lebenden. Und jetzt komm, lass das Suchen sein und feier mit uns das Fest der Auferstehung.  Mit österlichen Grüßen – auch im Namen von Pastor Kempe – euer Vikar 
An(ge)dacht Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Lukas 24,5
Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

aktuell  - geistliches Wort

An(ge)dacht Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Lukas 24,5
  Liebe Glieder und Freunde unserer Paulus-Gemeinde,   ich suche die Ostereier immer an der falschen Stelle. Eier, auf Augenhöhe versteckt, sind für mich nahezu unsichtbar. Ich versuche mich beim Suchen in den Ostereierverstecker hineinzuversetzen: Wenn ich Ostereier verstecke, bin ich immer möglichst fies. Farbliche Tarnung. Schwer einsehbare Ecken. Das prägt natürlich meine Erwartungen, wenn ich selbst suchen muss. Das Ergebnis ist, dass ich die meisten Ostereier verpasse, weil in einer Familie mit Kindern natürlich niemand die Ostereier so hinterhältig versteckt, wie ich sie meine suchen zu müssen.   Am Ostermorgen suchen Frauen nach Jesus in seinem Grab, aber können ihn dort natürlich nicht finden. Zwei Engel erscheinen ihnen und fragen: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ Es ist ja im Prinzip alles eine Frage der Erwartung. Hätten sie damit gerechnet, dass Jesus am dritten Tag nach seiner Kreuzigung wieder lebt, wie er es angekündigt hatte, wären sie wohl nicht auf den Friedhof gegangen. Aber vor lauter Normalität, die der Tod in dieser Welt hat, haben sie das wohl wieder vergessen, oder für unwahrscheinlich gehalten.   Mit Ostern ist die Sache mit dem Tod eine ganz andere geworden. Er ist nicht mehr die letzte ewig gültige Regel. Wir singen „O Tod wo ist dein Stachel nun…“. Jesus hat den Tod selbst durchlebt, damit alle, die zu ihm gehören, ewig Leben haben.     Wenn ich beim Ostereiersuchen betriebsblind werde und vor lauter Verzweiflung nicht einmal mehr die einfachsten Eier entdecke, dann ist es gut, wenn einer kommt und sagt: du suchst an der falschen Stelle. Die Eier sind so versteckt, dass sie auch von kleinen Kindern gefunden werden können. Jesus ist dort, wo einer hingehört, dem der Tod kein Haar mehr krümmen kann: Bei den Lebenden. Und jetzt komm, lass das Suchen sein und feier mit uns das Fest der Auferstehung.  Mit österlichen Grüßen – auch im Namen von Pastor Kempe – euer Vikar Fritz von Hering