Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

Berlin - Neukölln - Kranoldplatz 11

aktuell  - geistliches Wort

Liebe Glieder und Freunde unserer Paulus-Gemeinde,   jetzt sind die 2,5 Jahre schon wieder um. Es fühlt sich so an, als sei ich erst neulich an den Kranoldplatz gezogen. Und gleichzeitig ist es schon eine halbe Ewigkeit her. Ich habe so viel erlebt und kennengelernt, geübt und ausprobiert, dass es mir wirklich schwerfällt, auch nur ansatzweise darüber zu schreiben, ohne etwas Wichtiges auszulassen. Aber es hat ja auch keiner etwas davon, wenn ich hier minutiös aufzählen würde, wieviele Predigten ich gehalten habe und wann ich an welchem Gemeindekreis teilgenommen habe.   Vikariat, das war für mich eine Zeit des Übens und Ausprobierens. Man lernt nichts, wenn man nicht Dinge versucht und sich dem Risiko aussetzt, auch Rückschläge zu erleiden. Bei mancher Predigt habe ich mich vorher gefragt, ob sie vielleicht zu gewagt ist, oder gar zu wenig gewagt. Ihr ward geduldig mit mir und habt mir zurückgemeldet, wenn etwas schwer verständlich war, aber auch wenn etwas gut gelungen ist. Danke dafür.   Eigentlich ist Zurückblicken keine besonders christliche Tugend. Überall wo Jesus auf Leute traf, die er aufforderte mit ihm zu kommen, hieß es: Sieh nicht zurück, lass alles hinter dir, es geht jetzt vorwärts. Es ging ihm mit Sicherheit
um mehr als bloß den Abschied von einem Ort, an dem man eine Zeit zu Hause gewesen ist. Aber vom „Schwelgen in Erinnerungen“ und „Wiederauflebenlassen der guten alten Zeiten“ sagt er auf jeden Fall nichts. Und auch viele der großen Gestalten des Alten Testaments waren regelmäßig unterwegs. Da hieß es: Bau deine Zelte ab, nimm deine Familie und dein Vieh mit und geh los. Abraham, Mose, Noah, Jonah, Josua – keinem von ihnen war es vergönnt sich gemütlich irgendwo einzurichten, sie alle mussten sich aufmachen ins Ungewisse.   Zu wissen, was die Zukunft bringt oder bringen könnte, kann auch eine ganz schön große Belastung sein. Es hieße jetzt schon die volle Verantwortung zu tragen. So ist es manchmal gut, bei aller ernsthaften Vorbereitung am Ende abzuwarten, welchen Aufgaben uns Gott vor die Füße legt. Er kennt den Weg und geht ihn mit uns, ist ihn mit uns gegangen. Er geht uns suchen, wo wir verloren gehen und uns verlaufen.   Ich blicke zurück und danke Gott, was für eine wunderbare Vikariatsgemeinde er mir mit euch geschenkt hat und schaue vorwärts nach Niedersachsen und bin gespannt darauf, was Gott dort mit uns vorhat. Und ich weiß, dass er dort in Rodenberg wie hier bei euch in Neukölln ein gnädiger und sorgender Gott ist. Es grüßt euch euer Vikar (bei dem ihr jederzeit ein Gästezimmer findet…)     Fritz von Hering
An(ge)dacht  
Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

aktuell  - geistliches Wort

Liebe Glieder und Freunde unserer Paulus-Gemeinde,   jetzt sind die 2,5 Jahre schon wieder um. Es fühlt sich so an, als sei ich erst neulich an den Kranoldplatz gezogen. Und gleichzeitig ist es schon eine halbe Ewigkeit her. Ich habe so viel erlebt und kennengelernt, geübt und ausprobiert, dass es mir wirklich schwerfällt, auch nur ansatzweise darüber zu schreiben, ohne etwas Wichtiges auszulassen. Aber es hat ja auch keiner etwas davon, wenn ich hier minutiös aufzählen würde, wieviele Predigten ich gehalten habe und wann ich an welchem Gemeindekreis teilgenommen habe.   Vikariat, das war für mich eine Zeit des Übens und Ausprobierens. Man lernt nichts, wenn man nicht Dinge versucht und sich dem Risiko aussetzt, auch Rückschläge zu erleiden. Bei mancher Predigt habe ich mich vorher gefragt, ob sie vielleicht zu gewagt ist, oder gar zu wenig gewagt. Ihr ward geduldig mit mir und habt mir zurückgemeldet, wenn etwas schwer verständlich war, aber auch wenn etwas gut gelungen ist. Danke dafür.   Eigentlich ist Zurückblicken keine besonders christliche Tugend. Überall wo Jesus auf Leute traf, die er aufforderte mit ihm zu kommen, hieß es: Sieh nicht zurück, lass alles hinter dir, es geht jetzt vorwärts. Es ging ihm mit Sicherheit um mehr als bloß den Abschied von einem Ort, an dem man eine Zeit zu Hause gewesen ist. Aber vom „Schwelgen in Erinnerungen“ und „Wiederauflebenlassen der guten alten Zeiten“ sagt er auf jeden Fall nichts. Und auch viele der großen Gestalten des Alten Testaments waren regelmäßig unterwegs. Da hieß es: Bau deine Zelte ab, nimm deine Familie und dein Vieh mit und geh los. Abraham, Mose, Noah, Jonah, Josua – keinem von ihnen war es vergönnt sich gemütlich irgendwo einzurichten, sie alle mussten sich aufmachen ins Ungewisse.   Zu wissen, was die Zukunft bringt oder bringen könnte, kann auch eine ganz schön große Belastung sein. Es hieße jetzt schon die volle Verantwortung zu tragen. So ist es manchmal gut, bei aller ernsthaften Vorbereitung am Ende abzuwarten, welchen Aufgaben uns Gott vor die Füße legt. Er kennt den Weg und geht ihn mit uns, ist ihn mit uns gegangen. Er geht uns suchen, wo wir verloren gehen und uns verlaufen.   Ich blicke zurück und danke Gott, was für eine wunderbare Vikariatsgemeinde er mir mit euch geschenkt hat und schaue vorwärts nach Niedersachsen und bin gespannt darauf, was Gott dort mit uns vorhat. Und ich weiß, dass er dort in Rodenberg wie hier bei euch in Neukölln ein gnädiger und sorgender Gott ist. Es grüßt euch euer Vikar (bei dem ihr jederzeit ein Gästezimmer findet…)     Fritz von Hering
An(ge)dacht