Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

Berlin - Neukölln - Kranoldplatz 11

aktuell  - geistliches Wort

Das Thema des 9. Lutherischen Kirchentages schließt sich an ein Jesuswort zu Beginn der Bergpredigt im 5. Kapitel des Matthäusevangeliums an. „Ihr seid das Salz der Erde... Ihr seid das Licht der Welt...“ (Mt 5,13-14) sagt Jesus seinen Jüngern, und so sagt sein Wort es uns Christinnen und Christen bis heute. Die Erde und die Welt – das sind große Worte. Und wir leben in einer Welt, in der christlicher Glaube oder die Zugehörigkeit zu einer Kirche längst keine Selbstverständlichkeit mehr sind. Auch innerhalb unserer Kirche und Gemeinden bricht manche gute Tradition ab. Da mögen sich Christinnen und Christen vielleicht nur schwer als Salz der Erde und Licht der Welt sehen. Die Aufgabe scheint zu groß.   Aber Jesus hat hier gar nicht einen Befehl ausgesprochen, sondern eine Zusage gegeben. „Ihr seid das Salz der Erde“ – das sind wir schon, das müssen wir nicht erst werden. Der Kirchentag kann uns helfen, das neu zu entdecken. Das Salz soll würzen. So erinnert uns Jesu Wort vom Salz der Erde daran, dass Christen in dieser Welt mit gestalten und mit Verantwortung übernehmen. Wir können der Welt nicht vorwerfen, dass sie fade ist, wenn wir uns nicht einbringen. Christen engagieren sich auf vielfältige Weise in der Politik, in der Wirtschaft, in den Medien oder in zahlreichen Vereinen. Weil wir in der Welt, aber nicht von der Welt sind, wie Christus sagt, setzen Christinnen und Christen hier auch Kontrapunkte
zu dem, was scheinbar „alle“ tun. Darüber wollen wir ins Gespräch kommen.   Das Licht der Welt sind wir, wenn wir das Licht unseres Gottes widerspiegeln. Das, was christlichen Glauben ausmacht, das Evangelium von der Vergebung der Sünden um Christi willen, soll sichtbar leuchten – wie eine Stadt auf dem Berge weithin sichtbar ist. Gerade die lutherische Kirche hat hier viel Strahl­kraft, in ihrem Bekenntnis, ihren Gottesdiensten, ihrer gelebten Gemeinschaft. Stellen wir unser Licht nicht unter den Scheffel, sondern suchen wir Wege, unser Licht leuchten zu lassen.   Dabei sollen die Leute „eure guten Werke sehen“ (Mt 5,16): Diakonisches Handeln ist für die Glaubwürdigkeit der Kirche ebenso wichtig wie gute Theologie. Hier passiert schon mehr, als wir manchmal glauben. Tauschen wir uns darüber aus. Alle, die uns erleben, sollen „euren Vater im Himmel preisen“, so schließt Jesus sein Wort an seine Jünger. Wenn wir Salz und Licht sind, ist am Ende Gott selbst zu „schmecken“ und wird „sichtbar“. Wir wollen als Kirche ein Spiegel der Liebe Gottes und ein Hinweis auf seine Gnade sein. Ihn wollen wir feiern. Erleben Sie, wie lutherische Kirche getrost durch diese Zeit geht – ermutigend für uns, zum Nutzen der Welt und zum Lobe Gottes.   Mit diesen Gedanken von Prof. Dr. Achim Behrens (Oberursel) zum Thema des 9. Lutherischen Kirchentages der SELK in Erfurt grüßt Sie / Euch – auch im Namen von Vikar von Hering – Ihr / Euer Pastor                                                    Rainer Kempe
An(ge)dacht
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An(ge)dacht
Das Thema des 9. Lutherischen Kirchentages schließt sich an ein Jesuswort zu Beginn der Bergpredigt im 5. Kapitel des Matthäusevangeliums an. „Ihr seid das Salz der Erde... Ihr seid das Licht der Welt...“ (Mt 5,13-14) sagt Jesus seinen Jüngern, und so sagt sein Wort es uns Christinnen und Christen bis heute. Die Erde und die Welt – das sind große Worte. Und wir leben in einer Welt, in der christlicher Glaube oder die Zugehörigkeit zu einer Kirche längst keine Selbstverständlichkeit mehr sind. Auch innerhalb unserer Kirche und Gemeinden bricht manche gute Tradition ab. Da mögen sich Christinnen und Christen vielleicht nur schwer als Salz der Erde und Licht der Welt sehen. Die Aufgabe scheint zu groß.   Aber Jesus hat hier gar nicht einen Befehl ausgesprochen, sondern eine Zusage gegeben. „Ihr seid das Salz der Erde“ – das sind wir schon, das müssen wir nicht erst werden. Der Kirchentag kann uns helfen, das neu zu entdecken. Das Salz soll würzen. So erinnert uns Jesu Wort vom Salz der Erde daran, dass Christen in dieser Welt mit gestalten und mit Verantwortung übernehmen. Wir können der Welt nicht vorwerfen, dass sie fade ist, wenn wir uns nicht einbringen. Christen engagieren sich auf vielfältige Weise in der Politik, in der Wirtschaft, in den Medien oder in zahlreichen Vereinen. Weil wir in der Welt, aber nicht von der Welt sind, wie Christus sagt, setzen Christinnen und Christen hier auch Kontrapunkte zu dem, was scheinbar „alle“ tun. Darüber wollen wir ins Gespräch kommen.   Das Licht der Welt sind wir, wenn wir das Licht unseres Gottes widerspiegeln. Das, was christlichen Glauben ausmacht, das Evangelium von der Vergebung der Sünden um Christi willen, soll sichtbar leuchten – wie eine Stadt auf dem Berge weithin sichtbar ist. Gerade die lutherische Kirche hat hier viel Strahl­kraft, in ihrem Bekenntnis, ihren Gottesdiensten, ihrer gelebten Gemeinschaft. Stellen wir unser Licht nicht unter den Scheffel, sondern suchen wir Wege, unser Licht leuchten zu lassen.   Dabei sollen die Leute „eure guten Werke sehen“ (Mt 5,16): Diakonisches Handeln ist für die Glaubwürdigkeit der Kirche ebenso wichtig wie gute Theologie. Hier passiert schon mehr, als wir manchmal glauben. Tauschen wir uns darüber aus. Alle, die uns erleben, sollen „euren Vater im Himmel preisen“, so schließt Jesus sein Wort an seine Jünger. Wenn wir Salz und Licht sind, ist am Ende Gott selbst zu „schmecken“ und wird „sichtbar“. Wir wollen als Kirche ein Spiegel der Liebe Gottes und ein Hinweis auf seine Gnade sein. Ihn wollen wir feiern. Erleben Sie, wie lutherische Kirche getrost durch diese Zeit geht – ermutigend für uns, zum Nutzen der Welt und zum Lobe Gottes.   Mit diesen Gedanken von Prof. Dr. Achim Behrens (Oberursel) zum Thema des 9. Lutherischen Kirchentages der SELK in Erfurt grüßt Sie / Euch – auch im Namen von Vikar von Hering – Ihr / Euer Pastor                                                          Rainer Kempe