Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

Berlin - Neukölln - Kranoldplatz 11

aktuell - geistliches Wort

Ev.-Luth. Paulusgemeinde (SELK) Berlin-Neukölln, Kranoldplatz 11 Impressum  Kontakt

An(ge)dacht

„Sara aber sagte: Gott ließ mich lachen.“ (Gen. 21, 6) Liebe Leserinnen und Leser, Sara ist die Ehefrau von Abraham. In hohem Alter bekamen die beiden endlich ein Kind. Das Kind heißt Isaak, da steckt das Wort „lachen“ drin. Warum ließ Gott Sara lachen? Was haben wir damit zu tun? Sara und Abraham waren verzweifelt, weil sie kinderlos waren. Sie versuchten es mit Fremdgehen des Ehemannes und bekamen dadurch zusätzliche Probleme. Diese andere Begebenheit kommt uns in diesem Jahr durch die Jahreslosung ganz nahe: Genau die Frau, Hagar, die so demütigend behandelt wird, wird uns als Glaubensvorbild gezeigt, denn sie bekennt über Gott: Du bist ein Gott, der mich sieht! Doch zurück zu Sara: Sara und Abraham lachten, als Gott Abraham versprach, dass sie ein Kind bekommen. Und tatsächlich: Sara wurde schwanger und gebar einen Jungen, den sie Isaak nannten. Erst lachte Sara, weil es lächerlich klang: Nach den Wechseljahren wird frau nicht mehr schwanger. Aber nun lacht Sara, weil sie Mutter geworden ist. Schmerzlicher noch als heute war Kinderlosigkeit damals. Lachen befreit, Lachen entspannt, Lachen stärkt und heilt! Sara freut sich des Lebens! Was haben wir damit zu tun? Wir kennen das: Lachen befreit, Lachen entspannt, Lachen stärkt und heilt – besonders in Beziehungen und in Gemeinschaft. Zugegebener Maßen steht in der Bibel nicht viel zum Thema. Das Christentum hat sich bisher auch wenig lachfreundlich und lachfreudig gezeigt. Dabei können wir auch lesen: Wenn der HERR … erlösen wird, ... wird unser Mund voll Lachens ... sein! (vgl. Psalm 126,1-2) Aus vollem Herzen lachen, tiefe Heiterkeit nach der Anspannung erleben, ungetrübt fröhlich sein – so wird es sein! Die Verzweiflung, die Angst, die Gleichgültigkeit ist weg! Ist das auch für uns? Ja! Das Kind zu Weihnachten stirbt am Kreuz von Golgatha auch für uns. Jesus kämpft und siegt auch für dich! Ihm gelingt es, wirklich zu leben und er überwindet die unbarmherzige Macht des Todes für dich, damit du lachst! Ihr/Euer Bernhard Mader, Pfarrer

Fürstenwalder Gedanken

Alles aus Gottes Hand nehmen! Wie es meine Zeit neben der Arbeit zulässt, bin ich gerne in der Haustürevangelisation auf der Straße unterwegs und tausche mich auch gerne mit ein, zwei Evangelisten über deren Webseiten aus. Wir schicken uns gegenseitig Flyer, tauschen unsere Gedanken und Erfahrungen aus und beten auch für Einzelpersonen, die uns namentlich bekannt geworden sind. Zur Überschrift passt die Bibelstelle in Hiob 2,10: Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? Da haben wir Menschen meist ein kleines Problem damit, weil tief in uns unser eigener Gerechtigkeitssinn verwurzelt ist, der zuweilen mit unserer eigenen Werkgerechtigkeit gekoppelt ist. Das bringt mich auf den Gedanken zu der Geschichte mit dem verlorenen Sohn. Selbiger kam als eine Art „Haderlump“ aus der Fremde wieder, nachdem er wirklich alles von seinem ihm im Voraus gegebenen Erbe verprasst hatte. Der Sohn hingegen, der treu für den Vater im Schweiße seines Angesichts gearbeitet hatte, sah dies mit Argwohn. Und nun wurde wegen seines faulen Bruders auch noch ein Fest veranstaltet. Ist das gerecht? In unserem beschränkten Geiste nein, aber bei Gott ja! Denn ER ist der Hirte, der jedem verlorenen Schaf nachgeht. „Denn eure Gedanken sind nicht meine Gedanken...“ spricht der HERR. Und wir wissen aus der Schrift, wie die Engel einen Lobgesang im Himmel anstimmen, wenn auch nur eine Seele umkehrt. Hiob bestand zunächst seine beiden Prüfungen. Die erste ging auf seine Seele, auf sein Gemüt und schüttelte ihn in seinen Grundfesten durch. Die zweite auf seinen Körper, auf seine Gesundheit. Und dann im Schmerz noch diese Aussage zu tätigen: „Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?“, ist für mich eine der stärksten Aussagen in der Bibel überhaupt, vor der ich sprichwörtlichen den Hut ziehe. Wir kennen alle diese Gefühle der Ohnmacht, viel zu früh einen lieben Menschen verloren zu haben. Wobei der Supergau noch der ist, wenn selbst die eigenen Kinder vor den Eltern gehen. Ich glaube, ich hätte die geistliche Reife eines Hiob nicht und könnte mich wohl nicht zu einer derartigen Aussage aufschwingen, die angesichts des Todes aller seiner sieben Kinder in Hiob 1,21 steht: "Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!" Mir fällt es doch schon schwer, an wirklich schlechten Tagen mit genau der Intensität zu beten wie an guten Tagen. Angesichts von vielerlei Leid auf unserem Lebenswege kann ich manchmal nur noch tonlos beten. Und dabei verlasse ich mich auf den Heiligen Geist, der meinen Kummer und Schmerz in angemessen würdiger Form vor meinen Schöpfer bringt und ihn dort wieder vertont, als mir die Worte in der Kehle stecken geblieben sind. Und dennoch ist es so, auch dieses aus seiner Hand nehmen zu wollen, ehe ein müssen daraus wird. Denn ich habe die Freiheit, diesen Satz unserer heutigen Überschrift „Alles aus seiner Hand nehmen“ umzukehren und einen Perspektivwechsel vorzunehmen, quasi die Opferrolle nicht dauerhaft anzunehmen oder gar zu meinem weiteren Lebensmotto werden zu lassen. Und dann wird aus diesem Satz unserer heutigen Überschrift ein „Alles in seine Hand legen“. Dies macht zwar nichts ungeschehen, aber genau an dem Punkt habe ich mich für die Heilung meiner verwundeten Seele entschieden und ein Stück weit geöffnet. Dann kann ich dem Ruf Jesu folgen: „Kommt her, alle die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch Ruhe schenken.“ Und so tröstet ER, „wie einem seine Mutter tröstet“. Und im Falle Hiob wissen wir ja, dass es nicht der HERR war, der ihn schlug, auch wenn im Vaterunser diese in meinen Augen nicht ganz geglückte Formulierung steht „und führe uns nicht in Versuchung“. Denn Gott versucht niemanden, denn es sind unsere eigenen Sünden die uns dazu reizen. Auch der evangelische Liederdichter und Pastor Paul Gerhardt, der in unserer Region gewirkt hat, ist so ein starkes Beispiel eines treuen Glaubenszeugen. Er verlor seine Frau und vier Kinder. Nur eines überlebte ihn. Auch er ließ sich nicht dadurch lähmen und nahm aus des HERRN Hand die verliehene Kraft und Stärke an und wurde auch in der Frage des Leides zum Vorbild nachfolgender Generationen. Amen Geschwisterliche Grüße aus Fürstenwalde, Andreas Lenz

Gedicht „Winterzeit“

Mit weißen Decken legt der Winter, manches Mal sich übers Land; kalte, raue Winde wehen, ja so ist er uns bekannt. Wie oft stehen Menschen frierend, weil sie es nicht anders kennen; wenig Wärme in den Herzen, keinen Freund ihr Eigen nennen. Da ist Jesus, der gut es kennt, so manche Angst und Dunkelheit, dafür ist ER auch gekommen, voller Lieb und Herzlichkeit. ER kann wärmen, uns beschenken öffnen manche neue Tür, ER der Herr und Freund der Herzen, Lob, Dank, Ehr und Preis dafür. Marlies Brümmer (06.01.2023)

Gott hält immer an mir fest

Es gibt viele Gründe, warum Menschen die Verbindung zu Gott kappen. Ich habe das Bild eines dicken Taus vor Augen, viele einzelne Stränge aus noch dünneren Stricken bestehend, die zu einem starken Seil verbunden sind, und einzelne Fäden dröseln sich auf. Da sind die Fäden, die nie etwas von Gott gehört haben, die von Christen enttäuscht sind, deren Vertrauen aufgebraucht ist, die andere Religionen und Glaubens- und Lebensformen interessanter finden. Das Tau, aus dem einzelne Fäden sogar mutwillig zertrennt werden, spannt sich von Menschen zu Gott. Das einst starke Tau löst sich auf in den jeweiligen Alltagssorgen, Interessen, Lebenssituationen. Ein unscheinbar erscheinendes Rettungsseil ist in greifbarer Nähe. Dieses Halteseil führt von Gott zum Menschen. Das wiederum kann von Menschen nicht zerstört, aufgedröselt, losgelassen werden. Sichtbar wird es in Christus, der personifizierten Liebe Gottes. Und so kann ich angesichts dieser stabilen Verbindung sagen: Nichts kann mich von der Liebe Christi scheiden. Selbst wenn ich meinerseits die Verbindung kappe, Gott hält immer daran fest. Und so kann das Sicherungsseil der Liebe Gottes zur Lebensrettung für mich werden. Am dankbarsten bin ich dafür, dass Gott mich das Sicherungsseil seiner Liebe hat finden lassen. Ich möchte es nicht mehr aus den Augen verlieren. Carmen Jäger
Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

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An(ge)dacht

„Sara aber sagte: Gott ließ mich lachen.“ (Gen. 21, 6) Liebe Leserinnen und Leser, Sara ist die Ehefrau von Abraham. In hohem Alter bekamen die beiden endlich ein Kind. Das Kind heißt Isaak, da steckt das Wort „lachen“ drin. Warum ließ Gott Sara lachen? Was haben wir damit zu tun? Sara und Abraham waren verzweifelt, weil sie kinderlos waren. Sie versuchten es mit Fremdgehen des Ehemannes und bekamen dadurch zusätzliche Probleme. Diese andere Begebenheit kommt uns in diesem Jahr durch die Jahreslosung ganz nahe: Genau die Frau, Hagar, die so demütigend behandelt wird, wird uns als Glaubensvorbild gezeigt, denn sie bekennt über Gott: Du bist ein Gott, der mich sieht! Doch zurück zu Sara: Sara und Abraham lachten, als Gott Abraham versprach, dass sie ein Kind bekommen. Und tatsächlich: Sara wurde schwanger und gebar einen Jungen, den sie Isaak nannten. Erst lachte Sara, weil es lächerlich klang: Nach den Wechseljahren wird frau nicht mehr schwanger. Aber nun lacht Sara, weil sie Mutter geworden ist. Schmerzlicher noch als heute war Kinderlosigkeit damals. Lachen befreit, Lachen entspannt, Lachen stärkt und heilt! Sara freut sich des Lebens! Was haben wir damit zu tun? Wir kennen das: Lachen befreit, Lachen entspannt, Lachen stärkt und heilt – besonders in Beziehungen und in Gemeinschaft. Zugegebener Maßen steht in der Bibel nicht viel zum Thema. Das Christentum hat sich bisher auch wenig lachfreundlich und lachfreudig gezeigt. Dabei können wir auch lesen: Wenn der HERR … erlösen wird, ... wird unser Mund voll Lachens ... sein! (vgl. Psalm 126,1-2) Aus vollem Herzen lachen, tiefe Heiterkeit nach der Anspannung erleben, ungetrübt fröhlich sein – so wird es sein! Die Verzweiflung, die Angst, die Gleichgültigkeit ist weg! Ist das auch für uns? Ja! Das Kind zu Weihnachten stirbt am Kreuz von Golgatha auch für uns. Jesus kämpft und siegt auch für dich! Ihm gelingt es, wirklich zu leben und er überwindet die unbarmherzige Macht des Todes für dich, damit du lachst! Ihr/Euer Bernhard Mader, Pfarrer

Fürstenwalder Gedanken

Alles aus Gottes Hand nehmen! Wie es meine Zeit neben der Arbeit zulässt, bin ich gerne in der Haustürevangelisation auf der Straße unterwegs und tausche mich auch gerne mit ein, zwei Evangelisten über deren Webseiten aus. Wir schicken uns gegenseitig Flyer, tauschen unsere Gedanken und Erfahrungen aus und beten auch für Einzelpersonen, die uns namentlich bekannt geworden sind. Zur Überschrift passt die Bibelstelle in Hiob 2,10: Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? Da haben wir Menschen meist ein kleines Problem damit, weil tief in uns unser eigener Gerechtigkeitssinn verwurzelt ist, der zuweilen mit unserer eigenen Werkgerechtigkeit gekoppelt ist. Das bringt mich auf den Gedanken zu der Geschichte mit dem verlorenen Sohn. Selbiger kam als eine Art „Haderlump“ aus der Fremde wieder, nachdem er wirklich alles von seinem ihm im Voraus gegebenen Erbe verprasst hatte. Der Sohn hingegen, der treu für den Vater im Schweiße seines Angesichts gearbeitet hatte, sah dies mit Argwohn. Und nun wurde wegen seines faulen Bruders auch noch ein Fest veranstaltet. Ist das gerecht? In unserem beschränkten Geiste nein, aber bei Gott ja! Denn ER ist der Hirte, der jedem verlorenen Schaf nachgeht. „Denn eure Gedanken sind nicht meine Gedanken...“ spricht der HERR. Und wir wissen aus der Schrift, wie die Engel einen Lobgesang im Himmel anstimmen, wenn auch nur eine Seele umkehrt. Hiob bestand zunächst seine beiden Prüfungen. Die erste ging auf seine Seele, auf sein Gemüt und schüttelte ihn in seinen Grundfesten durch. Die zweite auf seinen Körper, auf seine Gesundheit. Und dann im Schmerz noch diese Aussage zu tätigen: „Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?“, ist für mich eine der stärksten Aussagen in der Bibel überhaupt, vor der ich sprichwörtlichen den Hut ziehe. Wir kennen alle diese Gefühle der Ohnmacht, viel zu früh einen lieben Menschen verloren zu haben. Wobei der Supergau noch der ist, wenn selbst die eigenen Kinder vor den Eltern gehen. Ich glaube, ich hätte die geistliche Reife eines Hiob nicht und könnte mich wohl nicht zu einer derartigen Aussage aufschwingen, die angesichts des Todes aller seiner sieben Kinder in Hiob 1,21 steht: "Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!" Mir fällt es doch schon schwer, an wirklich schlechten Tagen mit genau der Intensität zu beten wie an guten Tagen. Angesichts von vielerlei Leid auf unserem Lebenswege kann ich manchmal nur noch tonlos beten. Und dabei verlasse ich mich auf den Heiligen Geist, der meinen Kummer und Schmerz in angemessen würdiger Form vor meinen Schöpfer bringt und ihn dort wieder vertont, als mir die Worte in der Kehle stecken geblieben sind. Und dennoch ist es so, auch dieses aus seiner Hand nehmen zu wollen, ehe ein müssen daraus wird. Denn ich habe die Freiheit, diesen Satz unserer heutigen Überschrift „Alles aus seiner Hand nehmen“ umzukehren und einen Perspektivwechsel vorzunehmen, quasi die Opferrolle nicht dauerhaft anzunehmen oder gar zu meinem weiteren Lebensmotto werden zu lassen. Und dann wird aus diesem Satz unserer heutigen Überschrift ein „Alles in seine Hand legen“. Dies macht zwar nichts ungeschehen, aber genau an dem Punkt habe ich mich für die Heilung meiner verwundeten Seele entschieden und ein Stück weit geöffnet. Dann kann ich dem Ruf Jesu folgen: „Kommt her, alle die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch Ruhe schenken.“ Und so tröstet ER, „wie einem seine Mutter tröstet“. Und im Falle Hiob wissen wir ja, dass es nicht der HERR war, der ihn schlug, auch wenn im Vaterunser diese in meinen Augen nicht ganz geglückte Formulierung steht „und führe uns nicht in Versuchung“. Denn Gott versucht niemanden, denn es sind unsere eigenen Sünden die uns dazu reizen. Auch der evangelische Liederdichter und Pastor Paul Gerhardt, der in unserer Region gewirkt hat, ist so ein starkes Beispiel eines treuen Glaubenszeugen. Er verlor seine Frau und vier Kinder. Nur eines überlebte ihn. Auch er ließ sich nicht dadurch lähmen und nahm aus des HERRN Hand die verliehene Kraft und Stärke an und wurde auch in der Frage des Leides zum Vorbild nachfolgender Generationen. Amen Geschwisterliche Grüße aus Fürstenwalde, Andreas Lenz

Gedicht „Winterzeit“

Mit weißen Decken legt der Winter, manches Mal sich übers Land; kalte, raue Winde wehen, ja so ist er uns bekannt. Wie oft stehen Menschen frierend, weil sie es nicht anders kennen; wenig Wärme in den Herzen, keinen Freund ihr Eigen nennen. Da ist Jesus, der gut es kennt, so manche Angst und Dunkelheit, dafür ist ER auch gekommen, voller Lieb und Herzlichkeit. ER kann wärmen, uns beschenken öffnen manche neue Tür, ER der Herr und Freund der Herzen, Lob, Dank, Ehr und Preis dafür. Marlies Brümmer (06.01.2023)