Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

Berlin - Neukölln - Kranoldplatz 11

aktuell - geistliches Wort

Ev.-Luth. Paulusgemeinde (SELK) Berlin-Neukölln, Kranoldplatz 11 Impressum  Kontakt
An(ge)dacht diesmal das Thema „Gebet“ Wir haben einen Vater im Himmel, der immerzu für uns da ist! Kinder der Gemeinde haben mit fleißigen Helferinnen ein wunderschönes Bild über das Vaterunser gestaltet. Als Collage sind die einzelnen Abschnitte auf der Rückseite des Gemeindebriefes abgebildet. Mitten aus dem Kistenchaos unseres Umzugs schreibe ich einige Gedanken zum Beten. An anderer Stelle im Gemeindebrief ist etwas mehr über mich persönlich zu lesen. Hier nur so viel: Wir sind gut angekommen und ich freue mich auf die Arbeit in der Gemeinde in Fürstenwalde und in der Paulusgemeinde, besonders darauf, viele Menschen kennen zu lernen! Doch nun zum Beten. Ich wage mal zu behaupten, dass jeder Mensch beten kann und auch betet. Es ist also ein weltweites Phänomen und gehört zum Menschsein dazu. Nur die Arten und Weisen, wie es geschieht, sind – etwa in unseren Tagen – 8- milliardenfach unterschiedlich! Und doch stellt Gott sich darauf ein und erhört jedes Gebet, vom kleinsten Seufzer bis zur ausgefeilten Rede. Für mich wird, gerade im Hinblick auf das Vaterunser, ein Gedanke Luthers immer wichtiger. Jesus gibt den Jüngern das Vaterunser auf ihre Bitte hin. Sie wollten wissen, wie Jesus sich das Beten denkt, denn sie kannten viele der Gebetsarten und -lehren ihrer Zeit. Jesus bleibt weithin bei bekannten Themen bei seinem Gebetsvorschlag. Das Einzigartige ist die sogenannte Anrede. Er nennt Gott „unsern Vater“! Luther scheint das zu gefallen und er dichtet im Kleinen Katechismus den Ausdruck: „Wie die lieben Kinder ihren lieben Vater.“ (3. Hauptstück, Die Anrede) Und so bete ich also voller Vertrauen wie ein „liebes Kind“ zu meinem lieben Vater im Himmel. Und wie die lieben Kinder rede ich oft einfach drauf los, quengel rum, erzähle was ich erlebt habe oder bettel um etwas. Viel besser als ich Vater oder Mutter sein kann, ist Gott für mich Vater! Und nicht nur für mich, sondern für alle, deshalb sagt Jesus ja auch: „Unser Vater“! Möge unser himmlischer Vater unsere Gebete nicht nur erhören, sondern so beantworten, dass wir es dankbar wahrnehmen und an Vertrauen auf seine Vaterliebe zunehmen! Eine gute und gesegnete Sommerzeit wünscht Ihnen und Euch Ihr und Euer Pastor Bernhard Mader

Bedienungsanleitung von Jesus: Konfliktlösung in 3

Schritten

Gott ist Schöpfer und er hat uns eine gute Bedienungsanleitung in seinem Wort gegeben – damit es der Schöpfung und uns gut geht. So wie es auch jeder Ingenieur eine gute Bedienungsanleitung schreibt, damit sein Produkt gut funktioniert. So hat Jesus eine kluge Anweisung bei Konflikten gegeben. Wie ein Konflikt geführt werden kann mit der Chance zum Frieden und zum Miteinander nach dem Streit. Wehren bei einem Konflikt in drei Schritten. Ich habe versucht, das auf ein Problem im Kindergarten anzuwenden: Ein Junge schlägt ein Mädchen. Das passiert leider. Das Mädchen ist klug und fragt, warum machst Du das. Ist doch nicht richtig. Wenn dann der Junge auf das Mädchen hört und sich vielleicht so gar entschuldigt, dann gibt es ein gutes Miteinander danach. Wenn das nicht funktioniert, dann könnten zwei oder drei Mädchen den Jungen zur Rede stellen. Wenn das nichts hilft, dann wäre der nächste Schritt die Einschaltung der zuständigen Erzieherin, die dann erziehend eingreift. Das geht auch bei Konflikten im Betrieb: Ein Mann macht blöde Sprüche, die verletzen. Mit ihm zu reden und ihm klarmachen, warum die Sprüche verletzten, könnte helfen. Ist doch besser, als gleich eine Abmahnung zu erwirken. Wenn im nächsten Schritt 3 Frauen am Schreibtisch erscheinen und sagen, wir müssen mal mit Dir reden, dann macht das Eindruck. Wenn das nicht hilft, dann kann es immer noch der zuständigen übergeordneten Stelle gemeldet werden. Nun steht das so nicht in der Bibel. Aber so ähnlich: »Wenn dein Bruder – und das gilt entsprechend für die Schwester – ein Unrecht begangen hat, dann geh hin und stell ihn unter vier Augen zur Rede. Wenn er mit sich reden lässt, hast du ihn zurückgewonnen. Wenn er aber nicht auf dich hört, dann geh wieder hin, diesmal mit ein oder zwei anderen; denn jede Sache soll ja aufgrund der Aussagen von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Wenn er immer noch nicht hören will, dann bring die Angelegenheit vor die Gemeinde. Matth. 18,15-19

Reinhard Borrmann

Fürstenwalder Gedanken

Kommt her zu mir, ALLE, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. Matthäus 11,28-30 Wer ist mit "alle" gemeint? Nur die Mühseligen und Beladenen? Oder überhaupt alle Menschen, weil sie durch die Erbsünde allesamt mühselig und beladen sind? Lange Zeit dachte ich, dass es hier nur um solche Menschen geht, die mit besonders schweren Lebensumständen zu kämpfen haben. Als aber ein Glaubensbruder beim Vorlesen dieses Verses das Wort ALLE besonders betonte, glaube ich, dass er das so richtig gelesen hat. Deshalb habe ich das Wort auch bewusst groß geschrieben. Mir fällt hierzu ein Zeugnis aus der Gideonarbeit ein, wo es um die Verbreitung von Bibeln z.B. in Hotelzimmern geht, was nicht ohne Folgen bleibt: Ein sehr erfolgreicher junger Rock- Musiker, der sich alles leisten konnte, einschließlich Frauen, und den deshalb viele beneideten und für einen Glückspilz hielten, beschaffte sich eines Tages eine Pistole, mietete sich in ein Hotelzimmer ein mit der Absicht, dort Selbstmord zu begehen. Dies, weil er trotz seines Erfolges, die Sinnlosigkeit und Leere seines Lebens nicht länger ertragen konnte. Dass es zu diesem Selbstmord nicht kam, weil im Zimmer eine Gideonbibel lag, die er gerade an dieser Stelle aufschlug, wo die obigen Verse stehen, ist eine wunderbare Fügung Gottes. Diese Verse verfehlten ihre Wirkung nicht. Dieses Zeugnis zeigt uns, dass das Mühselig- und Beladensein nichts mit den äußerlichen Umständen zu tun hat. Man trifft diesen Zustand in allen Schichten, bei Arm und Reich, bei Gesunden und Kranken, bei Erfolgreichen und Erfolglosen...usw. Deshalb sollen wir uns auch nicht von den Äußerlichkeiten täuschen lassen. Hinter der Maskierung von uns Menschen stecken oft ganz andere Dinge. Deshalb ist auch niemand ausgenommen, und deshalb ist auch jeder eingeladen. Jesus lädt zu sich als dem guten Hirten ein. Er möchte, dass wir zu IHM kommen und IHN an das Steuer unseres Lebens lassen. Das ICH soll durch IHN ersetzt werden. Die Stelle des ICH, das uns mit seinen Wünschen, Trieben und Eitelkeiten leitet, soll mehr und mehr durch Jesus ersetzt werden. Merkwürdigerweise bewirkt dies keine Fremdbestimmung, sondern Selbstfindung. Dem Heiligen Geist sei Dank! Zu Jesus zu kommen und dabei zu sich selbst zu finden, sind identische Vorgänge. Gott dienen ist Freiheit und wir verlieren nichts, sondern gewinnen alles und es macht noch nicht mal aua. Das ist die erstaunliche Erfahrung, die man an dieser Stelle macht. Deshalb kann Jesus sagen, mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. Auch der ,,erfolgreiche junge Rock- Musiker'' stellte sich unter die Herrschaft des HERRN und fand nun wirkliche Lebensinhalte und -ziele, nachdem er bis dahin der Sklave des Systems Unterhaltungsindustrie war, in das er sich selbst eingebunden hatte. Lassen auch wir uns deshalb immer wieder zu IHM einladen! Geschwisterliche Grüße aus Fürstenwalde, A.L.
Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

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An(ge)dacht diesmal das Thema „Gebet“ Wir haben einen Vater im Himmel, der immerzu für uns da ist! Kinder der Gemeinde haben mit fleißigen Helferinnen ein wunderschönes Bild über das Vaterunser gestaltet. Als Collage sind die einzelnen Abschnitte auf der Rückseite des Gemeindebriefes abgebildet. Mitten aus dem Kistenchaos unseres Umzugs schreibe ich einige Gedanken zum Beten. An anderer Stelle im Gemeindebrief ist etwas mehr über mich persönlich zu lesen. Hier nur so viel: Wir sind gut angekommen und ich freue mich auf die Arbeit in der Gemeinde in Fürstenwalde und in der Paulusgemeinde, besonders darauf, viele Menschen kennen zu lernen! Doch nun zum Beten. Ich wage mal zu behaupten, dass jeder Mensch beten kann und auch betet. Es ist also ein weltweites Phänomen und gehört zum Menschsein dazu. Nur die Arten und Weisen, wie es geschieht, sind – etwa in unseren Tagen – 8- milliardenfach unterschiedlich! Und doch stellt Gott sich darauf ein und erhört jedes Gebet, vom kleinsten Seufzer bis zur ausgefeilten Rede. Für mich wird, gerade im Hinblick auf das Vaterunser, ein Gedanke Luthers immer wichtiger. Jesus gibt den Jüngern das Vaterunser auf ihre Bitte hin. Sie wollten wissen, wie Jesus sich das Beten denkt, denn sie kannten viele der Gebetsarten und -lehren ihrer Zeit. Jesus bleibt weithin bei bekannten Themen bei seinem Gebetsvorschlag. Das Einzigartige ist die sogenannte Anrede. Er nennt Gott „unsern Vater“! Luther scheint das zu gefallen und er dichtet im Kleinen Katechismus den Ausdruck: „Wie die lieben Kinder ihren lieben Vater.“ (3. Hauptstück, Die Anrede) Und so bete ich also voller Vertrauen wie ein „liebes Kind“ zu meinem lieben Vater im Himmel. Und wie die lieben Kinder rede ich oft einfach drauf los, quengel rum, erzähle was ich erlebt habe oder bettel um etwas. Viel besser als ich Vater oder Mutter sein kann, ist Gott für mich Vater! Und nicht nur für mich, sondern für alle, deshalb sagt Jesus ja auch: „Unser Vater“! Möge unser himmlischer Vater unsere Gebete nicht nur erhören, sondern so beantworten, dass wir es dankbar wahrnehmen und an Vertrauen auf seine Vaterliebe zunehmen! Eine gute und gesegnete Sommerzeit wünscht Ihnen und Euch Ihr und Euer Pastor Bernhard Mader

Bedienungsanleitung von Jesus: Konfliktlösung in 3

Schritten

Gott ist Schöpfer und er hat uns eine gute Bedienungsanleitung in seinem Wort gegeben – damit es der Schöpfung und uns gut geht. So wie es auch jeder Ingenieur eine gute Bedienungsanleitung schreibt, damit sein Produkt gut funktioniert. So hat Jesus eine kluge Anweisung bei Konflikten gegeben. Wie ein Konflikt geführt werden kann mit der Chance zum Frieden und zum Miteinander nach dem Streit. Wehren bei einem Konflikt in drei Schritten. Ich habe versucht, das auf ein Problem im Kindergarten anzuwenden: Ein Junge schlägt ein Mädchen. Das passiert leider. Das Mädchen ist klug und fragt, warum machst Du das. Ist doch nicht richtig. Wenn dann der Junge auf das Mädchen hört und sich vielleicht so gar entschuldigt, dann gibt es ein gutes Miteinander danach. Wenn das nicht funktioniert, dann könnten zwei oder drei Mädchen den Jungen zur Rede stellen. Wenn das nichts hilft, dann wäre der nächste Schritt die Einschaltung der zuständigen Erzieherin, die dann erziehend eingreift. Das geht auch bei Konflikten im Betrieb: Ein Mann macht blöde Sprüche, die verletzen. Mit ihm zu reden und ihm klarmachen, warum die Sprüche verletzten, könnte helfen. Ist doch besser, als gleich eine Abmahnung zu erwirken. Wenn im nächsten Schritt 3 Frauen am Schreibtisch erscheinen und sagen, wir müssen mal mit Dir reden, dann macht das Eindruck. Wenn das nicht hilft, dann kann es immer noch der zuständigen übergeordneten Stelle gemeldet werden. Nun steht das so nicht in der Bibel. Aber so ähnlich: »Wenn dein Bruder – und das gilt entsprechend für die Schwester – ein Unrecht begangen hat, dann geh hin und stell ihn unter vier Augen zur Rede. Wenn er mit sich reden lässt, hast du ihn zurückgewonnen. Wenn er aber nicht auf dich hört, dann geh wieder hin, diesmal mit ein oder zwei anderen; denn jede Sache soll ja aufgrund der Aussagen von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Wenn er immer noch nicht hören will, dann bring die Angelegenheit vor die Gemeinde. Matth. 18,15-19

R. Borrmann

Fürstenwalder Gedanken

Kommt her zu mir, ALLE, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. Matthäus 11,28-30 Wer ist mit "alle" gemeint? Nur die Mühseligen und Beladenen? Oder überhaupt alle Menschen, weil sie durch die Erbsünde allesamt mühselig und beladen sind? Lange Zeit dachte ich, dass es hier nur um solche Menschen geht, die mit besonders schweren Lebensumständen zu kämpfen haben. Als aber ein Glaubensbruder beim Vorlesen dieses Verses das Wort ALLE besonders betonte, glaube ich, dass er das so richtig gelesen hat. Deshalb habe ich das Wort auch bewusst groß geschrieben. Mir fällt hierzu ein Zeugnis aus der Gideonarbeit ein, wo es um die Verbreitung von Bibeln z.B. in Hotelzimmern geht, was nicht ohne Folgen bleibt: Ein sehr erfolgreicher junger Rock-Musiker, der sich alles leisten konnte, einschließlich Frauen, und den deshalb viele beneideten und für einen Glückspilz hielten, beschaffte sich eines Tages eine Pistole, mietete sich in ein Hotelzimmer ein mit der Absicht, dort Selbstmord zu begehen. Dies, weil er trotz seines Erfolges, die Sinnlosigkeit und Leere seines Lebens nicht länger ertragen konnte. Dass es zu diesem Selbstmord nicht kam, weil im Zimmer eine Gideonbibel lag, die er gerade an dieser Stelle aufschlug, wo die obigen Verse stehen, ist eine wunderbare Fügung Gottes. Diese Verse verfehlten ihre Wirkung nicht. Dieses Zeugnis zeigt uns, dass das Mühselig- und Beladensein nichts mit den äußerlichen Umständen zu tun hat. Man trifft diesen Zustand in allen Schichten, bei Arm und Reich, bei Gesunden und Kranken, bei Erfolgreichen und Erfolglosen...usw. Deshalb sollen wir uns auch nicht von den Äußerlichkeiten täuschen lassen. Hinter der Maskierung von uns Menschen stecken oft ganz andere Dinge. Deshalb ist auch niemand ausgenommen, und deshalb ist auch jeder eingeladen. Jesus lädt zu sich als dem guten Hirten ein. Er möchte, dass wir zu IHM kommen und IHN an das Steuer unseres Lebens lassen. Das ICH soll durch IHN ersetzt werden. Die Stelle des ICH, das uns mit seinen Wünschen, Trieben und Eitelkeiten leitet, soll mehr und mehr durch Jesus ersetzt werden. Merkwürdigerweise bewirkt dies keine Fremdbestimmung, sondern Selbstfindung. Dem Heiligen Geist sei Dank! Zu Jesus zu kommen und dabei zu sich selbst zu finden, sind identische Vorgänge. Gott dienen ist Freiheit und wir verlieren nichts, sondern gewinnen alles und es macht noch nicht mal aua. Das ist die erstaunliche Erfahrung, die man an dieser Stelle macht. Deshalb kann Jesus sagen, mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. Auch der ,,erfolgreiche junge Rock-Musiker'' stellte sich unter die Herrschaft des HERRN und fand nun wirkliche Lebensinhalte und -ziele, nachdem er bis dahin der Sklave des Systems Unterhaltungsindustrie war, in das er sich selbst eingebunden hatte. Lassen auch wir uns deshalb immer wieder zu IHM einladen! Geschwisterliche Grüße aus Fürstenwalde, A. L.