Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

Berlin - Neukölln - Kranoldplatz 11

aktuell - geistliches Wort

Liebe Glieder und Freunde unserer Gemeinden, ein Hilfeschrei aus einer sehr komplizierten Geschichte: Ein Vater, dessen Kind schwer krank ist, sieht in Jesus die letzte Chance auf Rettung seines Sohnes. Er kommt zu ihm und schreit ihn an: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Er ist so zerrissen, weil in ihm zwei Stimmen um Gehör ringen. Die eine flüstert: „Dieser Jesus ist auch nur ein Mensch. Der kann dir nicht helfen.“ Die andere Stimme sagt: „Vertraue Jesus! Er ist der Sohn Gottes. Er kann dir halfen.“ Auf welche Stimme soll er hören? Weil der Vater unsicher ist, fragt er zunächst: „Jesus, wenn du etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!“ Das ist der Kompromiss zwischen den beiden Stimmen. Der Mann legt sich nicht fest, sondern bittet unter Vorbehalt um Hilfe. Doch er merkt schnell, dass er so bei Jesus nicht weiterkommt. Die ganze Wahrheit muss auf den Tisch. Jetzt schreit es aus seinem Innersten heraus: ‚Herr, ich will ja glauben! Tu etwas gegen meinen Unglauben!‘ Und Jesus hilft. Er macht den Jungen gesund. Der Glaube hat gesiegt!
Im Jahr 2020 können wir auch in solche Notsituationen geraten. Wir wollen dann gerne Jesus alles zutrauen und fest an ihn glauben. Aber da ist die flüsternde Stimme des Widersachers Gottes, der in uns dagegen anredet. Wir brauchen Gottes Hilfe, um in diesem Stimmengewirr nicht unterzugehen. Martin Luther hat uns im Kleinen Katechismus dafür wunderbare Worte gegeben: „Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben kann!“ Kürzen wir diesen Satz zusammen, dann steht da: Ich glaube, dass ich nicht ... glauben kann! Was für ein offener und ehrlicher Satz. An dieser Stelle heißt es dann aber für uns nicht „Tja, Pech gehabt!“, sondern „Du bekommst Hilfe!“ Der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium zum Glauben berufen. Er selbst wird diesen Glauben auch erhalten, wenn ich ihn darum bitte. Der Glaube ist Gottes Werk in mir und nicht meine fromme Leistung, mit der ich mich bei ihm bewerbe. Immer wieder darf ich 2020 rufen: ‚Herr, ich glaube; hilf meinem Unglauben! Alleine schaffe ich’s nicht.‘ Unser Gott hört diese Bitte gerne. Denn nichts tut er lieber als das: uns den Glauben erhalten und uns helfen. Amen. Mit diesen Gedanken von Pfarrer Sebastian Anwand (Greifenstein- Allendorf) zur Jahreslosung 2020 grüßt Sie / Euch zum neuen Jahr herzlich Ihr / Euer Pastor Rainer Kempe

An(ge)dacht

Jahreslosung 2020: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Markus 9,24
Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

aktuell - geistliches Wort

Liebe Glieder und Freunde unserer Gemeinden, ein Hilfeschrei aus einer sehr komplizierten Geschichte: Ein Vater, dessen Kind schwer krank ist, sieht in Jesus die letzte Chance auf Rettung seines Sohnes. Er kommt zu ihm und schreit ihn an: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Er ist so zerrissen, weil in ihm zwei Stimmen um Gehör ringen. Die eine flüstert: „Dieser Jesus ist auch nur ein Mensch. Der kann dir nicht helfen.“ Die andere Stimme sagt: „Vertraue Jesus! Er ist der Sohn Gottes. Er kann dir halfen.“ Auf welche Stimme soll er hören? Weil der Vater unsicher ist, fragt er zunächst: „Jesus, wenn du etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!“ Das ist der Kompromiss zwischen den beiden Stimmen. Der Mann legt sich nicht fest, sondern bittet unter Vorbehalt um Hilfe. Doch er merkt schnell, dass er so bei Jesus nicht weiterkommt. Die ganze Wahrheit muss auf den Tisch. Jetzt schreit es aus seinem Innersten heraus: ‚Herr, ich will ja glauben! Tu etwas gegen meinen Unglauben!‘ Und Jesus hilft. Er macht den Jungen gesund. Der Glaube hat gesiegt! Im Jahr 2020 können wir auch in solche Notsituationen geraten. Wir wollen dann gerne Jesus alles zutrauen und fest an ihn glauben. Aber da ist die flüsternde Stimme des Widersachers Gottes, der in uns dagegen anredet. Wir brauchen Gottes Hilfe, um in diesem Stimmengewirr nicht unterzugehen. Martin Luther hat uns im Kleinen Katechismus dafür wunderbare Worte gegeben: „Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben kann!“ Kürzen wir diesen Satz zusammen, dann steht da: Ich glaube, dass ich nicht ... glauben kann! Was für ein offener und ehrlicher Satz. An dieser Stelle heißt es dann aber für uns nicht „Tja, Pech gehabt!“, sondern „Du bekommst Hilfe!“ Der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium zum Glauben berufen. Er selbst wird diesen Glauben auch erhalten, wenn ich ihn darum bitte. Der Glaube ist Gottes Werk in mir und nicht meine fromme Leistung, mit der ich mich bei ihm bewerbe. Immer wieder darf ich 2020 rufen: ‚Herr, ich glaube; hilf meinem Unglauben! Alleine schaffe ich’s nicht.‘ Unser Gott hört diese Bitte gerne. Denn nichts tut er lieber als das: uns den Glauben erhalten und uns helfen. Amen. Mit diesen Gedanken von Pfarrer Sebastian Anwand (Greifenstein- Allendorf) zur Jahreslosung 2020 grüßt Sie / Euch zum neuen Jahr herzlich Ihr / Euer Pastor Rainer Kempe

An(ge)dacht

Jahreslosung 2020: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Markus 9,24