Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

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aktuell - Jugendarbeit

Ev.-Luth. Paulusgemeinde (SELK) Berlin-Neukölln, Kranoldplatz 11 Impressum  Kontakt Ev.-Luth. Paulusgemeinde (SELK) Berlin-Neukölln, Kranoldplatz 11 Impressum  Kontakt

THEMA: Quo vadis Jugendfreizeiten in der

Pandemie?

Für mich persönlich waren es die „Kinder Sing- und Musizierfreizeiten“ mit Pastor Ulrich G. Schneider, der „Schwedische Sommer“ (SchweSo) mit Pastor Hinrich Müller und Mike Luthardt oder in meinem damaligen Zuhause der „Homberger Sommer“ (HoSo): Jugendfreizeiten, die langfristig prägen, die unvergessliche Gemeinschaftserlebnisse mit sich bringen, die dauerhafte Freundschaften entstehen lassen, die den eigenen Horizont erweitern, die Spaß und Freude mit geistlichen Impulsen verbinden. Doch was macht Corona mit diesem wichtigen Angebot unserer Kirche? Dazu gab Hauptjugendpastor Henning Scharff kürzlich einen Einblick, der Mut macht: „freizeitfieber“, dem Reisenetzwerk für Kinder- und Jugendreisen im Jugendwerk der SELK, war es trotz aller Unsicherheiten gelungen, dass ab Juli alle Angebote in die Tat umgesetzt werden konnten. Zu verdanken ist dies vor allem der Flexibilität der Verantwortlichen: Da fand die Fahrradfreizeit nicht wie angedacht in Holland, sondern in Niedersachsen statt. Die Toskanafreizeit wurde an die Ostsee verlegt. Der traditionsreiche „HoSo“ konnte ebenso stattfinden wie das neue Angebot einer Kletterfreizeit im Zittauer Gebirge. Kinder kamen erneut bei den „KUHlen und SAUstarken MISTfreizeiten“ auf dem Schulbauernhof Tannenhof auf ihre Kosten. Wie gut! Henning Scharff konnte von einer „sehr positiven Stimmung“ bei den Freizeiten berichten. Ein gut durchdachtes Testkonzept ermöglichte wieder Begegnungen in größeren, festen Gruppen. „Diese Begegnungen wurden sichtlich genossen“, so Scharff. Ob Teamer oder Teilnehmende: Alle schwärmten von bleibenden Erfahrungen christlicher Gemeinschaft, tiefgehenden Gesprächen und stundenlanger Blödelei, aufregenden Gegenden, lauten Lobliedern und ruhigem Hören auf Gottes Wort, Spiel und Spaß bei unterschiedlichsten Temperaturen, so Scharff. Es gibt wohl kaum eine bessere Gelegenheit, um Jugendliche zu erreichen, als die Freizeitarbeit. Daher ist Hennig Scharff zuzustimmen, wenn er sagt: „Es ist großartig, dass sich immer wieder Menschen finden, die viel Zeit und Kraft opfern, um Freizeiten im Team vorzubereiten und durchzuführen.“ So sei abschließend geworben: Für die Mitarbeit bei Freizeitangeboten genauso wie für einen Blick in das Jahresprogramm von „freizeitfieber“, das für 2022 vermutlich im Dezember herauskommt. Vielleicht ist ja ein spannendes Angebot für sich selbst oder für die eigenen Kinder oder Enkel dabei? Eines sei aus Erfahrung versichert: An Freizeiten teilnehmen lohnt sich! M. D.

3 Fragen an Hauptjugendpastor Henning Scharff

Frage: in der Pandemie mussten Kinder und Jugendliche viel zurückstecken. Die Jugendarbeit in unserer Kirche lebt von direkten Kontakten - in den Jugendkreisen oder den vielen übergemeindlichen Treffen. Lebt die Jugendarbeit noch oder liegt sie im Wachkoma? Nach einer gewissen Schockstarre im Frühjahr 2020 wurden nach und nach immer mehr Online-Formate ausprobiert und entwickelt. Da gab es Spiele, gesellige Treffen, Vorträge und Fortbildungen. Manche Formate wie „Rinjezoomt“ oder der Jugendgottesdienst „Good Connection“ haben sich langfristig etabliert. Der „SELKiade-Sommer“ hat eine große Verbunden- heit innerhalb der Gesamtkirche ge-schaffen. Ich kann Euch also beruhi-gen: Die Jugend-arbeit lebt noch, sie lechzt allerdings nach „echten“ Kontakten. Frage: Bei allen Schwierigkeiten: Gibt es auch Beobachtungen von Ihnen, die Sie in der Pandemie positiv überrascht haben, die auch nach Corona vielleicht weiter gepflegt werden sollten? Der Wert von echten Begegnungen ist allen sehr bewusst geworden. Inzwischen ist ein richtiger Hunger danach zu beobachten. Die Sommerfreizeiten in diesem Jahr waren absolut davon geprägt, dass Menschen sich schlicht und ergreifend darüber gefreut haben, endlich mal wieder mit anderen jungen Menschen unterwegs zu sein. Und dann ist hier natürlich der Ausbau der eigenen Online- Möglichkeiten zu nennen. Viel Zeit und Fahrtkosten haben wir gespart, weil wir sämtliche Vorbereitungstreffen fürs Jugendfestival, den Jungendkongress, die Sommerfreizeiten… über Zoom oder ähnliche Kanäle gestaltet haben. Schön, dass das inzwischen sehr gut geht. Und schön, dass wir uns inzwischen auch wieder in Präsenz sehen können. Die gegenseitige Anteilnahme oder auch der Ideenaustausch beim Pausenkaffee ist schwer zu ersetzen. In Zukunft werden wir hier einen gesunden Mix anstreben. Frage: Mit Blick auf die künftige Jugendarbeit: Was ist der Wunsch des Hauptjugendpastors an seine Kirche - sowohl an die Leitung, als auch an die Gemeinden? Mein allergrößter Wunsch ist es, dass jungen Menschen Andockstationen in den Gemeinden angeboten werden, mit denen sie etwas anfangen können. Während und vor allem auch nach der Jugendzeit gilt es immer wieder zu fragen, wo die Wünsche und Bedürfnisse junger Menschen liegen. Das verlangt eine gewisse Offenheit und auch den Mut, immer mal wieder neue Wege zu beschreiten, auf denen junge Menschen sich und die Gestaltung ihres Glaubens ausprobieren können. Die Fragen stellte M. D.

Jugendpatenschaften – ein Projekt des JuMiG

Berlin-Brandenburg

Jugendarbeit kostet Geld. Und gleichzeitig sollen die Kosten für die Jugendlichen möglichst gering bleiben. Das JuMiG Berlin-Brandenburg hat sich deshalb Gedanken über neue Finanzierungsmöglichkeiten machen. Bislang wird die Jugendarbeit über drei Säulen finanziert: Eine Kollekte, die in den meisten Gemeinden einmal jährlich für die Jugendarbeit eingesammelt wird. Ein Zuschuss aus der Bezirkskasse von 1.000 Euro – sowie Spenden. „Da es uns wichtig ist, unseren Jugendlichen und jungen Erwachsenen qualitativ möglichst hochwertige Veranstaltungen zu bieten, gleichzeitig auch nachhaltig mit unserer Umwelt umzugehen und die Teilnahmebeiträge so gering wie möglich zu halten, übersteigen unsere Kosten die Einnahmen“, schreibt das JuMiG.
Fortsetzung Jugendpatenschaften: Deshalb haben die Jugendlichen ein neues Projekt ins Leben gerufen: „Die Idee ist, dass sich Personen aus dem Kirchenbezirk dazu bereiterklären, eine Jugendpatenschaft zu übernehmen. Bei so einer Jugendpatenschaft unterstützen diese Personen unsere Arbeit durch einen monatlichen Dauerauftrag in einer geringen Höhe. Den Betrag kann natürlich jeder selber bestimmen. Die Summe der vielen Einzelspenden bewirkt eine große Hilfe!“ Weitere Informationen zu den Jugendpatenschaften sind auf der Homepage www.jumigbb.de und auf ausliegenden Flyern zu finden. Dort finden alle Interessierten auch eine Anleitung zur Anmeldung als Jugendpate. Das JuMiG sagt schon vorab „ein herzliches Dankeschön an alle, die sich bereiterklären uns auf diesem Wege zu unterstützen!“ M. D.
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THEMA: Quo vadis Jugendfreizeiten in der Pandemie?

Für mich persönlich waren es die „Kinder Sing- und Musizierfreizeiten“ mit Pastor Ulrich G. Schneider, der „Schwedische Sommer“ (SchweSo) mit Pastor Hinrich Müller und Mike Luthardt oder in meinem damaligen Zuhause der „Homberger Sommer“ (HoSo): Jugendfreizeiten, die langfristig prägen, die unvergessliche Gemeinschaftserlebnisse mit sich bringen, die dauerhafte Freundschaften entstehen lassen, die den eigenen Horizont erweitern, die Spaß und Freude mit geistlichen Impulsen verbinden. Doch was macht Corona mit diesem wichtigen Angebot unserer Kirche? Dazu gab Hauptjugendpastor Henning Scharff kürzlich einen Einblick, der Mut macht: „freizeitfieber“, dem Reisenetzwerk für Kinder- und Jugendreisen im Jugendwerk der SELK, war es trotz aller Unsicherheiten gelungen, dass ab Juli alle Angebote in die Tat umgesetzt werden konnten. Zu verdanken ist dies vor allem der Flexibilität der Verantwortlichen: Da fand die Fahrradfreizeit nicht wie angedacht in Holland, sondern in Niedersachsen statt. Die Toskanafreizeit wurde an die Ostsee verlegt. Der traditionsreiche „HoSo“ konnte ebenso stattfinden wie das neue Angebot einer Kletterfreizeit im Zittauer Gebirge. Kinder kamen erneut bei den „KUHlen und SAUstarken MISTfreizeiten“ auf dem Schulbauernhof Tannenhof auf ihre Kosten. Wie gut! Henning Scharff konnte von einer „sehr positiven Stimmung“ bei den Freizeiten berichten. Ein gut durchdachtes Testkonzept ermöglichte wieder Begegnungen in größeren, festen Gruppen. „Diese Begegnungen wurden sichtlich genossen“, so Scharff. Ob Teamer oder Teilnehmende: Alle schwärmten von bleibenden Erfahrungen christlicher Gemeinschaft, tiefgehenden Gesprächen und stundenlanger Blödelei, aufregenden Gegenden, lauten Lobliedern und ruhigem Hören auf Gottes Wort, Spiel und Spaß bei unterschiedlichsten Temperaturen, so Scharff. Es gibt wohl kaum eine bessere Gelegenheit, um Jugendliche zu erreichen, als die Freizeitarbeit. Daher ist Hennig Scharff zuzustimmen, wenn er sagt: „Es ist großartig, dass sich immer wieder Menschen finden, die viel Zeit und Kraft opfern, um Freizeiten im Team vorzubereiten und durchzuführen.“ So sei abschließend geworben: Für die Mitarbeit bei Freizeitangeboten genauso wie für einen Blick in das Jahresprogramm von „freizeitfieber“, das für 2022 vermutlich im Dezember herauskommt. Vielleicht ist ja ein spannendes Angebot für sich selbst oder für die eigenen Kinder oder Enkel dabei? Eines sei aus Erfahrung versichert: An Freizeiten teilnehmen lohnt sich! M. D.

3 Fragen an Hauptjugendpastor Henning Scharff

Frage: in der Pandemie mussten Kinder und Jugendliche viel zurückstecken. Die Jugendarbeit in unserer Kirche lebt von direkten Kontakten - in den Jugendkreisen oder den vielen übergemeindlichen Treffen. Lebt die Jugendarbeit noch oder liegt sie im Wachkoma? Nach einer gewissen Schockstarre im Frühjahr 2020 wurden nach und nach immer mehr Online-Formate ausprobiert und entwickelt. Da gab es Spiele, gesellige Treffen, Vorträge und Fortbildungen. Manche Formate wie „Rinjezoomt“ oder der Jugendgottesdienst „Good Connection“ haben sich langfristig etabliert. Der „SELKiade- Sommer“ hat eine große Verbunden-heit innerhalb der Gesamtkirche ge-schaffen. Ich kann Euch also beruhi-gen: Die Jugend-arbeit lebt noch, sie lechzt allerdings nach „echten“ Kontakten. Frage: Bei allen Schwierigkeiten: Gibt es auch Beobachtungen von Ihnen, die Sie in der Pandemie positiv überrascht haben, die auch nach Corona vielleicht weiter gepflegt werden sollten? Der Wert von echten Begegnungen ist allen sehr bewusst geworden. Inzwischen ist ein richtiger Hunger danach zu beobachten. Die Sommerfreizeiten in diesem Jahr waren absolut davon geprägt, dass Menschen sich schlicht und ergreifend darüber gefreut haben, endlich mal wieder mit anderen jungen Menschen unterwegs zu sein. Und dann ist hier natürlich der Ausbau der eigenen Online- Möglichkeiten zu nennen. Viel Zeit und Fahrtkosten haben wir gespart, weil wir sämtliche Vorbereitungstreffen fürs Jugendfestival, den Jungendkongress, die Sommerfreizeiten… über Zoom oder ähnliche Kanäle gestaltet haben. Schön, dass das inzwischen sehr gut geht. Und schön, dass wir uns inzwischen auch wieder in Präsenz sehen können. Die gegenseitige Anteilnahme oder auch der Ideenaustausch beim Pausenkaffee ist schwer zu ersetzen. In Zukunft werden wir hier einen gesunden Mix anstreben. Frage: Mit Blick auf die künftige Jugendarbeit: Was ist der Wunsch des Hauptjugendpastors an seine Kirche - sowohl an die Leitung, als auch an die Gemeinden? Mein allergrößter Wunsch ist es, dass jungen Menschen Andockstationen in den Gemeinden angeboten werden, mit denen sie etwas anfangen können. Während und vor allem auch nach der Jugendzeit gilt es immer wieder zu fragen, wo die Wünsche und Bedürfnisse junger Menschen liegen. Das verlangt eine gewisse Offenheit und auch den Mut, immer mal wieder neue Wege zu beschreiten, auf denen junge Menschen sich und die Gestaltung ihres Glaubens ausprobieren können. Die Fragen stellte M. D.