Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

Berlin - Neukölln - Kranoldplatz 11

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Ev.-Luth. Paulusgemeinde (SELK) Berlin-Neukölln, Kranoldplatz 11 Impressum  Kontakt

Buchvorstellung: „Chefvisite“ von Albrecht Gralle

Manche von uns sind schon seit Jahr und Tag Leseratten, einige kommen gerade in diesen Zeiten der Pandemie mehr zum Lesen. Daher stelle ich an dieser Stelle mal ein christliches Buch vor, das mir gut gefallen hat und das ich gerne empfehle. Es handelt sich um den Roman „Chefvisite, die unerwartete Rückkehr des Aufer- standenen“ von Albrecht Gralle. Der Autor hat einen fiktiven Roman geschrieben. Jesus besucht inkognito unsere Erde und ein Ehepaar begleitet ihn auf seiner Reise, die in Israel beginnt und nach Deutschland, New York und Italien führt. Es gibt seelsorgerliche Gespräche, einige Heilungen, Dinge, die zurecht gebracht wer-den – und in Rom ein Gespräch mit dem Papst. Das Buch ist gut zu lesen und obwohl es fiktiv ist, regt es zum Nachdenken an. Ich stelle mein Buch als Ansichtsexemplar auf den Büchertisch. Bei Interesse kann das Buch bestellt werden. R. B. Albrecht Gralle, Chefvisite, die unerwartete Rückkehr des Auferstandenen, Bredow-Verlag, 15 Euro.

Thema: Einsatz des Posaunenchores in

Gottesdiensten zu Corona-Zeiten

Unser Posaunenchor spielte und spielt ab Sommer 2020 bis Weihnachten und nun seit März 2021 in Gottesdiensten, seitdem diese wieder live stattfinden. Neben dem Wechsel mit der Orgel ersetzen wir in vielen Gottesdiensten auch die Orgel komplett, um unsere Organistinnen und Organisten zu entlasten und sie nicht über Gebühr beanspruchen zu müssen. Dieses alles ist nach den gängigen Verordnungen statthaft. Es ist dann auch statthaft, dafür Proben abzuhalten. Da wir momentan „nur“ in Gottesdiensten spielen, ist es ebenso statthaft, dafür als Vorbereitung auch zu proben. Für die Proben existiert ein eigenes Hygienekonzept, um die Gefahren der Ansteckung mit dem Virus für die Bläser während der Proben gering zu halten. Diese wie auch die Gottesdiensteinsätze finden statt in Übereinstimmung mit Vorschlägen landeskirchlicher Posaunenverbände an Standards für Proben und Gottesdienste in Corona-Zeiten. Was die Gefahr der Weitergabe des Virus durch Blechblasinstrumente im Gottesdienst betrifft, seien hier folgende Informationen mitgeteilt: 1) Mittlerweile haben auch physikalische Messungen, die den Luftausstoß als Form der Weitergabe des Virus durch den Trichter der Instrumente aufzeichnen sollten, ergeben: Es wird so gut wie keine Luft und diese wenige Luft auch nur in ganz geringer Entfernung nach Verlassen des Trichters ausgesondert. Bei Einhalten der Abstandsregeln sowohl zum Mitbläser als auch zur Gemeinde ist die Gefahr einer Weitergabe des Virus stark gemindert. Beim Blechbläser wird keine Luft in das Instrument reingepustet, die dann vorne auch wieder rauskommt, sondern durch die Lippenschwingungen wird die Luft in Klänge umgewandelt, die in das Instrument gegeben werden, so dass vorne auch nur ganz wenig Luft raus kann. Bei Holzblasinstrumenten sieht dies wiederum sehr viel anders aus. 2) In Bezug auf die Verbreitung des Virus ist nun allerdings auf der anderen Seite beim Blechblasinstrument ganz wesentlich der Ausstoß der sogenannten Aerosole (Tröpfchenbildung) zu beachten, die die Instrumente durch den Trichter nach vorn oder durch das Auslassen (Ausspucken) des Kondenswassers verlassen. Hier haben jüngere Untersuchungen mit Messungen nun ergeben, dass dieser Ausstoß doch erheblich ist. Um die Gefahr der Weitergabe von Viren zu reduzieren, versuchen wir im Wesentlichen mit zwei Maßnahmen, diese Gefahr zu vermindern oder zu vermeiden: a) Strikte Einhaltung der Abstandsregeln - Mindestabstand von 2 bis 3 Metern in Blasrichtung sowohl zum Mitbläser als auch zur Gemeinde, regelmäßiges Lüften (auch in Gottesdiensten), nach Beendigung sofortiges Entfernen (Aufwischen) des Wassers und Entsorgung des auf Papiertüchern ausgeleerten Kondenswassers, hohe Räume, kleine Anzahl der Bläser. Diese Empfehlungen werden in allen einschlägigen Verordnungen, Konzepten und Vorschlägen genannt, soweit sie mir bekannt sind. b) Einsatz von „Masken“ auf die Trichter. Mittlerweile sind seit Kurzem auch „Masken“ in unterschiedlicher Größe beziehbar, die vorne vor die Trichter der Instrumente gespannt werden können, ohne den Klang der Instrumente zu verändern (und das ist die wesentliche Voraussetzung und tatsächliche Gegebenheit). Messungen haben nun ergeben, dass der Ausstoß nach vorne wohl fast auf Null reduziert werden kann. Wie leicht vorstellbar ist, kommt es hier sehr schnell zu einem Lieferengpass. Wir sind bemüht, so schnell wie möglich diese „Masken“ zu bekommen, um sie dann zumindest in den Gottesdiensten einsetzen und benutzen zu können. R. K., Posaunenchorleiter

IM GESPRÄCH: 3 Fragen an unseren neuen

Superintendenten und Missionsdirektor Roger Zieger

Pfarrer Zieger, Sie haben zwei wichtige Ämter inne - in dieser Kombination ist das sicher eine Premiere. Wie machen Sie das praktisch? Sind Sie Montag bis Mittwoch Superintendent und die übrigen Tage widmen Sie sich dann der Mission?
Zieger: Schön wär’s :-). Nein, im Ernst, ich werde an allen Tagen für beide Aufgaben zur Verfügung stehen. Das wird einiges an Organisationstalent und sicher auch der Hilfe der beigeordneten Gremien in Mission und Kirchenbezirk bedürfen. Meine Amtsbrüder haben mir allerdings Mut gemacht und mir ihre Hilfe zugesagt. Ich werde also versuchen mich – wie man sagt – nicht im Mikromanagement zu verlieren und bei aller Delegation doch ansprechbar zu bleiben. Außerdem gibt es eine Menge – mehr als viele in der Kirche glauben – Überschneidungspunkte zwischen der Arbeit in einer Superintendentur und der in der Mission. Interessant wird die Situation während meiner Missionsreisen. Hier wird der Kontakt über die neuen Medien besonders wichtig sein. Damit habe ich allerdings schon einiges an positiven Erfahrungen gesammelt. Pfarrer Roger Zieger – hier unterwegs als Missionsdirektor auf einer Reise in Brasilien. Unser Kirchenbezirk zeichnet sich durch Extreme aus. Der eine Teil der Gemeinden ist in einer wachsenden und lauten Millionenmetropole zu Hause, die anderen in spärlich bewohnten Regionen, in wunderschöner Natur, doch voneinander weit entfernt. Wie bewerten Sie das für sich als Superintendent mit Blick auf das künftige Miteinander im Kirchenbezirk? Die Situation ist ja nicht ganz unbekannt, Sie erinnern sich vielleicht, dass ich seit 1991 hier im Kirchenbezirk tätig bin. Vor mehr als einem Jahrzehnt, während meiner ersten Wahlperiode als Superintendent, haben wir hier eine größere Kirchenbezirksreform durchgeführt - einstimmig. Die Veränderungen sind noch nicht vorbei, mir scheint es fast, als stünden uns weitere Reformen bevor. Ich hoffe, dass wir wieder einstimmig, also unter Einbindung aller, auf einen gemeinsamen Weg finden können, wie wir in Zukunft das Evangelium „an die Frau bringen können“ (an die Männer und Kinder natürlich auch ). Das ist - und das sage ich nicht, weil ich Missionsdirektor bin, sondern als Superintendent - unsere Kernaufgabe: Menschen von der Freiheit in Jesus Christus erzählen, sie diese Freiheit erleben zu lassen, sie mit in sie hinein zu nehmen. Die SELK erlebt Strukturveränderungen. Vakanzen nehmen zu, neue Pfarrbezirke werden gebildet. In Neukölln und Fürstenwalde erleben wir gerade beides. Wird sich diese Situation wieder entspannen oder müssen wir vielleicht lernen, ganz neu zu denken? Ich glaube, diese Frage habe ich gerade schon beantwortet, aber hier noch ein paar weitere Gedanken dazu: Wie die Zukunft sein wird, kann niemand mit Bestimmtheit sagen. Wir können aber, nach Analyse der Lage, planen. Dabei gilt zwar, dass „der Mensch denkt und Gott lenkt“, planen muss man aber trotzdem, und zwar realistisch. Die letzte Reform war auch darum möglich, weil Superintendent Pietrusky, also mein damaliger Vorvorgänger, eine gründliche Erhebung zur Analyse der Situation im Kirchenbezirk veranlasst hatte, auf die wir zurückgreifen konnten. Ich sehe keine Entspannung in der näheren Zukunft. Wir werden uns ändern müssen, oder, wie Sie schreiben, anfangen „ganz neu zu denken“. Das ist aber eigentlich nichts Neues. Kirche kann nie „bleiben wie sie ist“, das will sie auch gar nicht. Als Christen wollen wir die Veränderung, werden wir verändert, durch unseren Glauben. Immer wenn jemand neu zum Glauben kommt, verändert sich etwas für die ganze Gemeinde, die ganze Kirche: Weil neue Menschen mit neuen Gaben hinzukommen. Darüber nachzudenken, neu zu denken, wie wir diese Gaben ernst nehmen und einsetzen können, ist eine unserer Aufgaben (dabei fällt mir ein, dass die Neuköllner Gemeinde, ich glaube damals mit Pastor Nickisch, einmal über die Frage von Gaben in der Gemeinde gearbeitet hat, oder?) Neu nachdenken sollten wir auch, wie wir in Zukunft unserer Gemeindeglieder und vor allem auch jene, die nicht zu uns gehören (noch besser) erreichen. Und dazu, hier schließt sich der Kreis, gehört die Mission. Die Fragen stellte M. D.
Paulus-Gemeinde Berlin-Neukölln

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Buchvorstellung: „Chefvisite“ von Albrecht Gralle

Manche von uns sind schon seit Jahr und Tag Leseratten, einige kommen gerade in diesen Zeiten der Pandemie mehr zum Lesen. Daher stelle ich an dieser Stelle mal ein christliches Buch vor, das mir gut gefallen hat und das ich gerne empfehle. Es handelt sich um den Roman „Chefvisite, die unerwartete Rückkehr des Aufer- standenen“ von Albrecht Gralle. Der Autor hat einen fiktiven Roman geschrieben. Jesus besucht inkognito unsere Erde und ein Ehepaar begleitet ihn auf seiner Reise, die in Israel beginnt und nach Deutschland, New York und Italien führt. Es gibt seelsorgerliche Gespräche, einige Heilungen, Dinge, die zurecht gebracht wer-den – und in Rom ein Gespräch mit dem Papst. Das Buch ist gut zu lesen und obwohl es fiktiv ist, regt es zum Nachdenken an. Ich stelle mein Buch als Ansichtsexemplar auf den Büchertisch. Bei Interesse kann das Buch bestellt werden. R. B. Albrecht Gralle, Chefvisite, die unerwartete Rückkehr des Auferstandenen, Bredow-Verlag, 15 Euro.

Thema: Einsatz des Posaunenchores in

Gottesdiensten zu Corona-Zeiten

Unser Posaunenchor spielte und spielt ab Sommer 2020 bis Weihnachten und nun seit März 2021 in Gottesdiensten, seitdem diese wieder live stattfinden. Neben dem Wechsel mit der Orgel ersetzen wir in vielen Gottesdiensten auch die Orgel komplett, um unsere Organistinnen und Organisten zu entlasten und sie nicht über Gebühr beanspruchen zu müssen. Dieses alles ist nach den gängigen Verordnungen statthaft. Es ist dann auch statthaft, dafür Proben abzuhalten. Da wir momentan „nur“ in Gottesdiensten spielen, ist es ebenso statthaft, dafür als Vorbereitung auch zu proben. Für die Proben existiert ein eigenes Hygienekonzept, um die Gefahren der Ansteckung mit dem Virus für die Bläser während der Proben gering zu halten. Diese wie auch die Gottesdiensteinsätze finden statt in Übereinstimmung mit Vorschlägen landeskirchlicher Posaunenverbände an Standards für Proben und Gottesdienste in Corona-Zeiten. Was die Gefahr der Weitergabe des Virus durch Blechblasinstrumente im Gottesdienst betrifft, seien hier folgende Informationen mitgeteilt: 1) Mittlerweile haben auch physikalische Messungen, die den Luftausstoß als Form der Weitergabe des Virus durch den Trichter der Instrumente aufzeichnen sollten, ergeben: Es wird so gut wie keine Luft und diese wenige Luft auch nur in ganz geringer Entfernung nach Verlassen des Trichters ausgesondert. Bei Einhalten der Abstandsregeln sowohl zum Mitbläser als auch zur Gemeinde ist die Gefahr einer Weitergabe des Virus stark gemindert. Beim Blechbläser wird keine Luft in das Instrument reingepustet, die dann vorne auch wieder rauskommt, sondern durch die Lippenschwingungen wird die Luft in Klänge umgewandelt, die in das Instrument gegeben werden, so dass vorne auch nur ganz wenig Luft raus kann. Bei Holzblasinstrumenten sieht dies wiederum sehr viel anders aus. 2) In Bezug auf die Verbreitung des Virus ist nun allerdings auf der anderen Seite beim Blechblasinstrument ganz wesentlich der Ausstoß der sogenannten Aerosole (Tröpfchenbildung) zu beachten, die die Instrumente durch den Trichter nach vorn oder durch das Auslassen (Ausspucken) des Kondenswassers verlassen. Hier haben jüngere Untersuchungen mit Messungen nun ergeben, dass dieser Ausstoß doch erheblich ist. Um die Gefahr der Weitergabe von Viren zu reduzieren, versuchen wir im Wesentlichen mit zwei Maßnahmen, diese Gefahr zu vermindern oder zu vermeiden: a) Strikte Einhaltung der Abstandsregeln - Mindestabstand von 2 bis 3 Metern in Blasrichtung sowohl zum Mitbläser als auch zur Gemeinde, regelmäßiges Lüften (auch in Gottesdiensten), nach Beendigung sofortiges Entfernen (Aufwischen) des Wassers und Entsorgung des auf Papiertüchern ausgeleerten Kondenswassers, hohe Räume, kleine Anzahl der Bläser. Diese Empfehlungen werden in allen einschlägigen Verordnungen, Konzepten und Vorschlägen genannt, soweit sie mir bekannt sind. b) Einsatz von „Masken“ auf die Trichter. Mittlerweile sind seit Kurzem auch „Masken“ in unterschiedlicher Größe beziehbar, die vorne vor die Trichter der Instrumente gespannt werden können, ohne den Klang der Instrumente zu verändern (und das ist die wesentliche Voraussetzung und tatsächliche Gegebenheit). Messungen haben nun ergeben, dass der Ausstoß nach vorne wohl fast auf Null reduziert werden kann. Wie leicht vorstellbar ist, kommt es hier sehr schnell zu einem Lieferengpass. Wir sind bemüht, so schnell wie möglich diese „Masken“ zu bekommen, um sie dann zumindest in den Gottesdiensten einsetzen und benutzen zu können. R. K., Posaunenchorleiter

IM GESPRÄCH: 3 Fragen an unseren neuen

Superintendenten und Missionsdirektor Roger Zieger

Pfarrer Zieger, Sie haben zwei wichtige Ämter inne - in dieser Kombination ist das sicher eine Premiere. Wie machen Sie das praktisch? Sind Sie Montag bis Mittwoch Superintendent und die übrigen Tage widmen Sie sich dann der Mission?
Zieger: Schön wär’s :-). Nein, im Ernst, ich werde an allen Tagen für beide Aufgaben zur Verfügung stehen. Das wird einiges an Organisationstalent und sicher auch der Hilfe der beigeordneten Gremien in Mission und Kirchenbezirk bedürfen. Meine Amtsbrüder haben mir allerdings Mut gemacht und mir ihre Hilfe zugesagt. Ich werde also versuchen mich – wie man sagt – nicht im Mikromanagement zu verlieren und bei aller Delegation doch ansprechbar zu bleiben. Außerdem gibt es eine Menge – mehr als viele in der Kirche glauben – Überschneidungspunkte zwischen der Arbeit in einer Superintendentur und der in der Mission. Interessant wird die Situation während meiner Missionsreisen. Hier wird der Kontakt über die neuen Medien besonders wichtig sein. Damit habe ich allerdings schon einiges an positiven Erfahrungen gesammelt. Pfarrer Roger Zieger – hier unterwegs als Missionsdirektor auf einer Reise in Brasilien. Unser Kirchenbezirk zeichnet sich durch Extreme aus. Der eine Teil der Gemeinden ist in einer wachsenden und lauten Millionenmetropole zu Hause, die anderen in spärlich bewohnten Regionen, in wunderschöner Natur, doch voneinander weit entfernt. Wie bewerten Sie das für sich als Superintendent mit Blick auf das künftige Miteinander im Kirchenbezirk? Die Situation ist ja nicht ganz unbekannt, Sie erinnern sich vielleicht, dass ich seit 1991 hier im Kirchenbezirk tätig bin. Vor mehr als einem Jahrzehnt, während meiner ersten Wahlperiode als Superintendent, haben wir hier eine größere Kirchenbezirksreform durchgeführt - einstimmig. Die Veränderungen sind noch nicht vorbei, mir scheint es fast, als stünden uns weitere Reformen bevor. Ich hoffe, dass wir wieder einstimmig, also unter Einbindung aller, auf einen gemeinsamen Weg finden können, wie wir in Zukunft das Evangelium „an die Frau bringen können“ (an die Männer und Kinder natürlich auch ). Das ist - und das sage ich nicht, weil ich Missionsdirektor bin, sondern als Superintendent - unsere Kernaufgabe: Menschen von der Freiheit in Jesus Christus erzählen, sie diese Freiheit erleben zu lassen, sie mit in sie hinein zu nehmen. Die SELK erlebt Strukturveränderungen. Vakanzen nehmen zu, neue Pfarrbezirke werden gebildet. In Neukölln und Fürstenwalde erleben wir gerade beides. Wird sich diese Situation wieder entspannen oder müssen wir vielleicht lernen, ganz neu zu denken? Ich glaube, diese Frage habe ich gerade schon beantwortet, aber hier noch ein paar weitere Gedanken dazu: Wie die Zukunft sein wird, kann niemand mit Bestimmtheit sagen. Wir können aber, nach Analyse der Lage, planen. Dabei gilt zwar, dass „der Mensch denkt und Gott lenkt“, planen muss man aber trotzdem, und zwar realistisch. Die letzte Reform war auch darum möglich, weil Superintendent Pietrusky, also mein damaliger Vorvorgänger, eine gründliche Erhebung zur Analyse der Situation im Kirchenbezirk veranlasst hatte, auf die wir zurückgreifen konnten. Ich sehe keine Entspannung in der näheren Zukunft. Wir werden uns ändern müssen, oder, wie Sie schreiben, anfangen „ganz neu zu denken“. Das ist aber eigentlich nichts Neues. Kirche kann nie „bleiben wie sie ist“, das will sie auch gar nicht. Als Christen wollen wir die Veränderung, werden wir verändert, durch unseren Glauben. Immer wenn jemand neu zum Glauben kommt, verändert sich etwas für die ganze Gemeinde, die ganze Kirche: Weil neue Menschen mit neuen Gaben hinzukommen. Darüber nachzudenken, neu zu denken, wie wir diese Gaben ernst nehmen und einsetzen können, ist eine unserer Aufgaben (dabei fällt mir ein, dass die Neuköllner Gemeinde, ich glaube damals mit Pastor Nickisch, einmal über die Frage von Gaben in der Gemeinde gearbeitet hat, oder?) Neu nachdenken sollten wir auch, wie wir in Zukunft unserer Gemeindeglieder und vor allem auch jene, die nicht zu uns gehören (noch besser) erreichen. Und dazu, hier schließt sich der Kreis, gehört die Mission. Die Fragen stellte M. D.